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Zuletzt aktualisiert: 23.12.2012 um 17:25 UhrKommentare

Mario Monti lässt sich bitten

Italiens am Freitag zurückgetretener Premier Monti will nicht als Kandidat am Wahlkampf für die Parlamentswahl am 24. und 25. Februar teilnehmen - ist jedoch zur Übernahme der Führung des Landes bereit, sollten die Parteien mit einer entsprechenden Bitte herantreten.

Foto © Reuters

Der zurückgetretene italienische Ministerpräsident Monti schließt einen zweiten Regierungsantritt nach den Parlamentswahlen in Italien grundsätzlich nicht aus, sollten die Parteien mit einer entsprechenden Bitte an ihn herantreten. Allerdings gab er zu verstehen, dass er sich nicht mit einer eigenen Kandidatur im Wahlkampf engagieren werde, sagte Monti bei einer Pressekonferenz am Sonntag.

"Ergreife für keine Seite Partei"

Monti erklärte, er würde eine neue Regierung bilden, wenn der Vorschlag von einem Parteienbündnis kommen würde, das seine neu entworfene Agenda mit Reformvorschlägen zur Modernisierung Italiens unterstütze. "Ich ergreife für keine Seite Partei", sagte der 69-Jährige, stehe jedoch für Ratschläge zur Verfügung, Monti hoffe, dass seine Agenda mit Reformvorschlägen zur Modernisierung des Landes dazu beitragen werde, im Wahlkampf neue Energien wach zu rufen.

Seiner Ansicht nach sei die Spaltung zwischen Mitte-Links- und Mitte-Rechts-Block in Italien veraltet. Man müsse Kräfte vereinen, die ein tief greifendes Reformprogramm für die Erneuerung Italiens unterstützen wollen.

Der Ex-EU-Kommissar stellte im Detail seine Agenda "Italien ändern, Europa reformieren" vor, die bald im Internet veröffentlicht werden soll. Politische und wirtschaftliche Reformen, Erneuerung des Justizsystems und Kampf gegen die Korruption sind einige Prioritäten in Montis Manifest.

Zugleich warnte Monti die Italiener, nicht der populistischen Politik und den Versprechen seines Vorgängers Berlusconi zu folgen. Das hoch verschuldete Italien befinde sich noch immer in einer schwierigen Phase. Man dürfe nicht die Arbeit vernichten, die das Fachleutekabinett in diesem Jahr geleistet habe, warnte Monti.

Monti lobte die Leistungen seines Fachleutekabinetts in seiner 13-monatigen Amtszeit. Italien habe die akuteste Phase der Schuldenkrise überwunden, ohne auf internationale Unterstützung zurückgreifen zu müssen.

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