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Zuletzt aktualisiert: 16.12.2012 um 15:03 UhrKommentare

Syrische Luftwaffe beschoss Flüchtlingslager

Die syrische Luftwaffe hat bei einem Angriff auf das palästinensische Flüchtlingscamp Yarmouk im Süden von Damaskus mindestens 25 Menschen getötet und zahlreiche verletzt. Wie Aktivisten berichteten, feuerten Kampfflugzeuge mindestens zwei Raketen auf das Camp und trafen dabei eine Moschee, in der rund 600 Flüchtlinge aus den umliegenden Gebieten Schutz gesucht hatten.

Nach Oppositionsangaben handelte es sich dabei um den ersten Angriff auf das Flüchtlingslager seit Beginn des Aufstandes gegen den syrischen Präsidenten Assad im vergangenen Jahr. Bereits in den frühen Morgenstunden seien bei einem Granatenangriff auf das Lager ein kleines Mädchen und eine Frau getötet worden, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London.

Im Süden von Damaskus versuchen Regierungstruppen seit längerem eine Offensive der Rebellen zurückzudrängen. Am Sonntag flog die Luftwaffe insgesamt sechs Angriffe gegen die Viertel Assali und Hajar al-Aswad im Süden der Hauptstadt, wie Oppositionelle berichteten. Auch in den Vororten Harasta und Erbin sowie in Daraya sei es erneut zu Gefechten gekommen.

Nach Angaben des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) leben in Syrien gut 500.000 palästinensische Flüchtlinge, 400.000 von ihnen in der Gegend rund um Damaskus. Sowohl Regierungstruppen als auch Rebellen haben in den 21 Monaten des Aufstands gegen Assad Palästinenser rekrutiert.

Im Norden Syriens erlangten die Rebellen laut eigenen Angaben Kontrolle um eine seit Tagen umkämpfte Militärakademie nördlich von Aleppo. Man habe 100 Soldaten als Gefangene genommen und 150 hätten sich der Opposition angeschlossen, sagte ein Rebellenkommandant. Am Samstag starben nach Angaben der Beobachtungsstelle landesweit mehr als hundert Menschen, 40 davon allein in dieser Militärakademie.

Unterdessen gab der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" Entwarnung bezüglich eines bevorstehenden Einsatzes von Chemiewaffen durch das Assad-Regime. Durch Satellitenaufklärung beobachtete Aktivitäten an den Waffenlagern seien vermutlich Sicherungsmaßnahmen gewesen.

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