18. Dezember 2014, 03:27 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 09.12.2012 um 07:57 UhrKommentare

Staatschef Hugo Chavez erneut an Krebs erkrankt

Venezuelas Staatsoberhaupt hat einen Rückfall erlitten. Die Ärzte hätten "einige frische, bösartige Zellen" entdeckt. Der 58-Jährige bestimmte seinen Stellvertreter Nicolas Maduro zu seinem möglichen Nachfolger. Chavez werde sich erneut einer Operation unterziehen.

Foto © Reuters

Venezuelas Präsident Hugo Chavez hat wieder Krebs. Chavez gab den Rückfall am Samstag, wenige Tage nach einer Untersuchung in Kuba, bekannt. Die Ärzte hätten "einige frische, bösartige Zellen" entdeckt, sagte der Staatschef im Radio und im Fernsehen. Er werde sich erneut operieren lassen und dazu am Sonntag nach Kuba reisen. Chavez war erst am Freitag von Havanna in seine Heimat zurückgekehrt.

Chavez hatte noch kurz vor seiner Wiederwahl am 7. Oktober versichert, er sei frei von Krebs. Über die Art des neuen Tumors machte er keine genauen Angaben. Er befinde sich "in derselben Gegend" wie zuvor, sagte er lediglich.

Der 58-Jährige bestimmte seinen Stellvertreter Nicolas Maduro zu seinem möglichen Nachfolger. Wenn ihm etwas passiere, das ihn "in welcher Form auch immer arbeitsunfähig" mache, werde Maduro gemäß der Verfassung die Übergangszeit bis zur Abhaltung von Neuwahlen leiten. "Sie wählen Maduro zum neuen Präsidenten, wenn Sie nach meinem Gefühl gehen möchten", fügte er hinzu.

Chavez' begab sich schon mehrmals für mehrere Wochen zur Krebsbehandlung ins befreundete Kuba. Im Juni 2011 ließ er sich dort einen Tumor in der Lendengegend entfernen, im Februar 2012 unterzog er sich erneut einer Operation. Im Juli verkündete er, er sei geheilt. Seit er Anfang Oktober für eine Amtszeit von sieben Jahren wiedergewählt wurde, trat der sonst wenig medienscheue Präsident allerdings nur selten in der Öffentlichkeit auf.

Der linksgerichtete Politiker steht seit 1999 an der Spitze des lateinamerikanischen Landes. Er ist bekannt für seine USA-feindlichen Tiraden und schlägt sich gern auf die Seite von Außenseiterstaaten wie Kuba und dem Iran.

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