29. November 2014, 10:48 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 01.12.2012 um 16:46 UhrKommentare

Eva Glawischnig zur Spitzenkandidatin gewählt

Eva Glawischnig wird die Grünen als Spitzenkandidatin in die Nationalratswahl 2013 führen. Werner Kogler und Gabriela Moser landeten auf den Plätzen 2 und 3. Beim Bundeskongress am Samstag in Linz gab es insgesamt 14 Listenplätze zu besetzen.

Foto © APA

Ohne gröberer Reibereien haben die Grünen am Samstag ihre Bundesliste für die Nationalratswahl 2013 fixiert. Als Spitzenkandidatin geht Eva Glawischnig mit 94-prozentiger Delegiertenunterstützung in die Wahl, dahinter folgen Vize-Klubchef Werner Kogler und Verkehrssprecherin Gabriela Moser. Für alle drei Positionen gab es beim Bundeskongress im Design Center in Linz keine Gegenkandidaten. Größer war das Gedränge dahinter. Sicherheitssprecher Peter Pilz musste sich für Platz 4 gegen drei Konkurrenten durchsetzen, Ex-ÖH-Chefin Sigrid Maurer eroberte mit Platz 6 ein "Männer-Mandat".

Pilz, das laut Eigendefinition "das schlimmste Kind dieser Familie", gewann nicht nur gegen den burgenländischen Landtagsmandatar Michel Reimon und Volker Plass von der Grünen Wirtschaft, sondern in der Stichwahl mit knapp 60 Prozent auch gegen Bundesrat Marco Schreuder. Platz 5 erreichte Umweltsprecherin Christiane Brunner gegen Neueinsteigerin Maurer.

Diese setzte sich nach drei Wahlgängen gegen sechs männliche Kandidaten für Listenplatz 6 durch, ein Novum, das Maurer als "historisch" bejubelte. Die Grünen besetzen ihre Listen im Reißverschlusssystem abwechselnd mit Frauen und Männern, Kandidatinnen können sich aber auch für Männerplätze bewerben. An wählbarer Stelle auf der Bundesliste hat es das nach Angaben der Grünen bisher noch nie gegeben. Platz 7 schaffte Europasprecher Bruno Rossmann.

"Uns Grüne kann man nicht kaufen, nur wählen", sagte Glawischnig in der Rede vor Beginn der Abstimmungen. "Ich will auf keinen Fall behaupten, die Grünen wären etwas Besseres. Aber eines haben wir uns bewahrt. Die Haltung." Sie hoffe bei der Wahl auf das "beste Ergebnis ever". Es brauche einen radikalen Systemwechsel von der Umwelt- über die Bildungs- bis zur Steuerpolitik.

14 Listenplätze

Insgesamt gab es am Samstag 14 Listenplätze zu besetzen, 17 Kandidaten hatten sich beworben. Das Ende der Listenerstellung war für den Abend vorgesehen.

Wie viele davon es wirklich in den Nationalrat schaffen können, lässt sich kaum voraussagen, weil es vom Ausnützen der Stimmen auf Wahlkreis- und Länderebene abhängt. Zwischen drei und sieben halten die Grünen für realistisch, 2008 waren es fünf. Parallelkandidaturen auf den Landeslisten eingerechnet, endet die Aussicht auf einen Nationalratseinzug damit irgendwo zwischen Bundeslistenplatz 9 und 11.

Der Bundeskongress der Grünen geht am Sonntag in die zweite Runde, auf dem Programm steht die Wiederbestellung Glawischnigs als Bundessprecherin sowie die Wahl von vier Vorstandsmitgliedern. Erstmals erfolgt hier die Bestellung für drei statt bisher zwei Jahre.

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