24. November 2014, 23:22 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 22.07.2012 um 09:46 UhrKommentare

Gewerkschaft: Verschärfter Lehrermangel durch Hacklerregelung

Die Pensionswelle bei Lehrern dürfte näherkommen: In der GÖD rechnet man mit einer Zunahme des Lehrermangels in Reaktion auf ab 1.1. 2014 geltenden Verschärfungen bei der Hacklerregelung: "Alle Lehrer, die irgendwie gehen können, werden gehen", heißt es aus der GÖD zur APA.

Foto © AP

Jürgen Rainer (FCG) aus der Lehrergewerkschaft rechnet damit, dass alle bis 1953 geborenen Bundeslehrer versuchen werden, noch unter die derzeitige Regelung zu fallen. Im Unterrichtsministerium beruhigt man unterdessen: "Durch steigende Studierendenzahlen an den Pädagogischen Hochschulen wird es in den nächsten drei, vier Jahren keine gröberen Verschärfungen geben."

Derzeit können Bundeslehrer mit 60 (Männer) bzw. 55 (Frauen) die Hacklerregelung in Anspruch nehmen, wenn sie 40 einbezahlte Jahre nachweisen können - wobei Studienzeiten ab dem 18. Lebensjahr nachgekauft werden können. Ersatzzeiten werden dann überhaupt nicht mehr angerechnet, und das Antrittsalter für die Hackler-Pension wird um zwei Jahre auf 62 für Männer und 57 für Frauen angehoben. Schätzungen, welches Ausmaß die erwartete Flucht in die Hacklerpension erreichen könnte, gibt es keine. Das Ansuchen um Versetzung in den Ruhestand geht nämlich an den jeweiligen Landesschulrat, einen bundesweiten Überblick hat man in der Gewerkschaft deshalb nicht.

In der Steiermark erwartet Rainer, der dort im Fachausschuss beim Landesschulrat sitzt, "fast eine Verzehnfachung". Dort seien nämlich viele Schulen in den 1970ern gegründet und Junglehrer angestellt worden, "die werden jetzt gemeinsam alt".

Unterrichtsministerium bleibt gelassen

Im Unterrichtsministerium erwartet man indes nur "punktuelle Engpässe" ähnlich jenen im Schuljahr 2011/12, als es 400 Pädagogen zu wenig gab. Dabei habe es in manchen Bundesländern sogar einen Überschuss an Bewerbern gegeben. Das Problem sei allerdings, dass "die örtliche Flexibilität nicht allzu hoch" sei, heißt es gegenüber der APA.

In seinen Prognosen geht das Unterrichtsministerium davon aus, dass der Höhepunkt der Pensionswelle zwischen 2016 und 2018 zu erwarten ist. In diesem Zeitraum sollen jährlich um die 4.200 Lehrer in den Ruhestand gehen. Insgesamt wird bis 2025 die Hälfte der Lehrer in Pension gehen.

Besonders stark betroffen sind laut Daten der Statistik Austria (Schuljahr 2010/11) der Hauptschulbereich, wo mehr als die Hälfte der Lehrer über 50 ist, sowie die AHS und die berufsbildenden mittleren und und höheren Schulen (BMHS) mit über 40 Prozent. Über alle Schultypen sind knapp 43 Prozent der Lehrer älter als 50. Nach Bundesländern gibt es in der Steiermark die meisten älteren Lehrer, rund jeder zweite ist dort über 50, an den Hauptschulen fallen sogar zwei von drei Lehrern in diese Altersgruppe.

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