27. November 2014, 16:59 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 15.07.2012 um 13:59 UhrKommentare

"Es gab kein Massaker"

Die syrischer Regierung wies am Sonntag die Behauptung der Opposition zurück, in der Stadt Tremseh habe es ein Massaker mit mehr als 200 Toten gegeben. Laut Regierung wurden bei Gefechten mit bewaffneten Truppen 37 Kämpfer und zwei Zivilisten getötet.

Foto © Reuters

Die Regierung in Damaskus hat den Vorwurf zurückgewiesen, bei dem Angriff auf die Kleinstadt Tremseh (Treimsa) Panzer und Helikopter eingesetzt zu haben. Die Armee habe Truppentransporter und leichte Waffen wie Panzerabwehrraketen benutzt, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Dschihad Makdissi, bei einer Pressekonferenz am Sonntag. Flugzeuge, Helikopter, Panzer oder Artillerie seien dagegen nicht zum Einsatz gekommen.

Die gegenteilige Behauptung des internationalen Sondergesandten Kofi Annan sei "sehr übereilt" gewesen und entspreche nicht den Fakten, sagte der Sprecher. Annan hatte in einem Brief an den UN-Sicherheitsrat nach der Stürmung der Kleinstadt in der Provinz Hama durch die syrische Armee am Donnerstag den Einsatz von "Artillerie, Panzern und Helikoptern" kritisiert. Diese Darstellung war von UN-Beobachtern vor Ort bestätigt worden.

Makdissi wies auch den Vorwurf der Opposition zurück, in dem Ort sei ein Massaker verübt worden. "Es gab kein Massaker", sagte der Sprecher. Es habe Gefechte mit bewaffneten Gruppen gegeben, die in dem Dorf Kommandozentralen eingerichtet und die Bewohner terrorisiert und gefoltert hätten. "Es war kein Angriff der Armee auf Zivilisten, sondern Kämpfe zwischen der regulären Armee und bewaffneten Gruppen", betonte der Sprecher.

Unter Berufung auf eine anonyme Quelle, die bei der Beisetzung der Toten in Tremseh zugegen gewesen sei, sagte Makdissi, es seien 37 Bewaffnete und zwei Zivilisten getötet worden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte dagegen die Opferzahl mit mindestens 150 Toten angegeben, darunter zahlreiche Aufständische. UN-Beobachter, die am Samstag den Ort besucht hatten, sagten, der Angriff habe sich in erster Linie gegen Rebellen gerichtet.

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