22. Dezember 2014, 19:28 Uhr | Aktualisiert vor - min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 24.05.2012 um 20:50 UhrKommentare

Transparenz-Treffen von Regierung und Opposition

Foto © APA

Das erste Verhandlungsgespräch zwischen der Regierung und der Opposition über das Transparenzpaket scheint gut verlaufen zu sein. Sowohl zwei Oppositionsparteien als auch der Regierungsvertreter Staatssekretär Ostermayer zeigten sich im Anschluss überzeugt, dass in den nächsten Wochen eine Einigung gelingen könnte. Einzig die FPÖ blieb auch nach der ersten Runde am Donnerstagabend skeptisch.

Grünen-Verhandler Werner Kogler zeigte sich "positiv überrascht" über die Kompromissbereitschaft der Regierung. Er hält auch ein Inkrafttreten von Teilen des Transparenzpaketes wie geplant am 1. Juli für möglich. In welchen konkreten Punkten es Änderungen zum vorliegenden Vorschlag der Regierung geben könnte, wollten die Verhandler im Detail nicht verraten.

Es scheint aber sowohl bei der Kontrolle von Parteispenden als auch bei Sanktionen bei Verstößen noch Nachschärfungen zu geben. Auch in der Frage der Offenlegung von Sponsoring, Inseraten sowie Personen- und Sachspenden dürfte sich die Regierung gesprächsbereit gezeigt haben. Änderungen könnte es auch bei den Obergrenzen für die Offenlegung von Parteispenden (5.000 und 50.000 Euro, Anm.) geben.

Was den ebenfalls strittigen Punkt der staatlichen Parteienförderung betrifft, haben die Verhandler vereinbart, bis zur nächsten Runde genaue Berechnungen des von der Regierung geplanten Korridormodells zu erstellen. Die Oppositionsparteien sind nämlich dagegen, dass es durch die Neuregelung zu einer Erhöhung der Parteienförderung kommt.

Am negativsten von den Verhandlern äußerte sich Herbert Kickl von der FPÖ. Es sei "ernüchternd" zu erkennen gewesen, dass die Regierung gar nicht wisse, wieviel an Parteienförderung in Österreich derzeit ausgeschüttet werde. Auf die Frage, ob sich die Regierung bewegen werde, meinte Kickl, SPÖ und ÖVP würden das tun müssen. Werner Kogler von den Grünen meinte dagegen, dass "einiges weitergegangen ist". Am kommenden Dienstag findet eine weitere Gesprächsrunde statt. Die Regierung will das Paket ja Mitte Juni beschließen, sodass es mit 1. Juli in Kraft treten kann.

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