25. Dezember 2014, 14:45 Uhr | Aktualisiert vor - min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 14.05.2012 um 13:57 UhrKommentare

Hitler-Vergleich sorgte in Polen für Eklat

Foto © APA

Ein Hitler-Vergleich im Parlament sorgt in Polen für Aufregung. Während der abschließenden Abstimmung über die Pensionsreform am Freitag hatte Oppositionsführer Jaroslaw Kaczynski erklärt, durch die Politik von Ministerpräsident Tusk habe die Gesellschaft ein "ein Niveau erreicht, das sich Hitler für Polen erträumte".

Die politische Kultur sei "in der Gosse angekommen", kommentierte am Montag der Chefredakteur des Politmagazins "Newsweek Polska", Bogdan Lis, die Vorgänge. Für den ersten Eklat im Saal sorgte der Zwischenruf eines nicht identifizierten Abgeordneten.

Während Ex-Premier Kaczynski von der rechtskonservativen Partei "Recht und Gerechtigkeit" dementierte, sein verstorbener Zwillingsbruder, Ex-Präsident Lech Kaczynski, sei für ein höheres Pensionsalter gewesen, hörte er die Worte "Ruf ihn doch an" - in Anspielung an die täglichen Telefonate zwischen den Politiker-Geschwistern früher. Obwohl unklar ist, wer sie aussprach, machte Jaroslaw Kaczynski Regierungschef Tusk für diese "unvorstellbare Grobheit" verantwortlich. Tusk erklärte später seinerseits gegenüber Journalisten, Kaczynskis Hitler-Vergleich sei "eine Schande".

Die Situation im Sejm war auch deshalb angespannt, weil Mitglieder der Gewerkschaft "Solidarnosc" das Gebäude abriegelten, um gegen die schrittweise Anhebung des Pensionsantrittsalters auf 67 Jahre, die von der Kammer beschlossen wurde, zu protestieren. Wie der Radiosender RMF FM am Montag berichtete, sei dabei ein Abgeordneter von Tusks rechtsliberaler "Bürgerplattform", Pawel Suski, mit einem Stock geschlagen worden, als er die Blockade passieren wollte. Die Staatsanwaltschaft ermittle bereits, hieß es.

  • Druckbare Version anzeigen
  • E-Mail

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

» Kommentar erstellen

Wir weisen darauf hin, dass dieses Forum nicht moderiert wird. Als Nutzer stimmen Sie der Speicherung der von Ihnen angegebenen Daten (Stamm-, Verkehrsdaten, etc.) ausdrücklich zu. Bei der Erstellung von Kommentaren haben Nutzer rechtliche Bestimmungen (zB Privat-, Strafrecht), die Netiquette und Forenregeln einzuhalten. Beschimpfungen, Verspottungen, Belästigungen, Ehrbeleidigungen, etc. sind daher verboten! Beiträge, die diesen Bestimmungen zuwiderlaufen, werden bei Kenntnis gelöscht, Nutzer allenfalls gesperrt. Die angegebenen Daten werden an staatliche Stellen (zB Polizei, Gericht) bei Untersuchung von vom Nutzer verbreiteten Materialien, oder sonst vorgenommenen ungesetzlichen Aktivitäten, weitergegeben. Weiters werden angegebene Daten (Name, Postanschrift und E-Mail-Adresse, jedoch keine Handynummer) an sonstige Dritte bei Verletzung von Rechten oder sofern deren Rechtsverletzung nachvollziehbar behauptet wird (zB gem. § 18 Abs. 4 ECG), weitergegeben. Mit der Erstellung von Kommentaren stimmen Sie dem ausdrücklich zu und verzichten auf die Geltendmachung von jeglichen Ansprüchen. Siehe dazu auch unsere Forenregeln/Betriebsbedingungen in den AGB.

Innenpolitik

  • Aktuelle Ereignisse, Hintergründe und Analysen zur heimischen Innenpolitik.

Weltpolitik

  • Aktuelle Entwicklungen, Berichte unserer Korrespondenten, Analysen und Hintergründe zur Außenpolitik.

Südosteuropa

  • Im Fokus: Südosteuropa - aktuelle Entwicklungen, Korrespondenten-Berichte und Analysen.

EU-Special

  • Hintergründe, Korrespondenten-Berichte und aktuelle Ereignisse zum Thema EU.

Der Nahost-Konflikt

  • Der Nahost-Konflikt: Aktuelle Entwicklungen, die Konfliktparteien, die Hintergründe.

100 Jahre 1. Weltkrieg

  • Das große Special zu 100 Jahre Erster Weltkrieg: Interaktive Grafiken, Video-Analysen und Schauplatz-Reportagen aus den ehemaligen Kriegsgebieten.

In eigener Sache

  • >> Liebe User!
    • Auf unserer Website gibt es einige Neuerungen. Wichtige Informationen dazu finden Sie HIER.
    • Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: feedback@kleinezeitung.at
      Ihr Kleine Zeitung Team