27. November 2014, 00:12 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 22.01.2012 um 13:51 UhrKommentare

Deutliche Mehrheit für Wulff-Rücktritt

Foto © APA

Deutschlands Bundespräsident Wulff verliert an Rückhalt in der Bevölkerung. Am Wochenende sprach sich erstmals eine deutliche Mehrheit für einen Rücktritt des Staatsoberhauptes aus. In einer Umfrage für die "Bild am Sonntag" sagten 53 Prozent der Befragten, ein Rücktritt Wulffs wäre für das Ansehen Deutschlands besser. Nur 37 Prozent wollten, dass Wulff im Amt bleibt.

55 Prozent waren der Ansicht, Wulff könne dem Amt nicht mehr gerecht werden, 36 Prozent waren anderer Meinung. Emnid befragte dazu am Freitag 500 Bundesbürger. Eine weitere repräsentative Umfrage für die ARD-Sendung "Günther Jauch" ergab, dass nur noch ein Drittel der Bevölkerung (31 Prozent) den Bundespräsidenten für glaubwürdig hält. Im Vergleich zum Beginn seiner Amtszeit bedeute dies einen Verlust von 43 Punkten.

Gegenüber Dezember, als die Affäre um den umstrittenen Hauskredit ihren Anfang nahm, verzeichnete Infratest dimap einen Rückgang von 20 Punkten. Die Befragten differenzieren aber offenbar zwischen Amtsträger und Privatperson. Wulff galt der Mehrheit der Befragten (66 Prozent) trotz der Affäre als sympathisch.

Am Wochenende wurden unterdessenneue Vorwürfe laut. So geriet der frühere Sprecher des Bundespräsident ins Zwielicht. Anders als von Wulffs Anwälten behauptet habe Olaf Glaeseker in seiner Zeit in Niedersachsen offenbar doch Sponsorengelder für die privat organisierte Lobbyveranstaltung "Nord-Süd-Dialog" eingeworben, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Wulff sagte bei einer Veranstaltung der Wochenzeitung "Die Zeit", der Vorwurf, dass das Land Niedersachsen das privat organisierte Wirtschaftstreffen finanziell gefördert habe, müsse aufgeklärt werden. Die Auskunft im niedersächsischen Landtag, dass kein Steuergeld geflossen, sei "nach bestem Wissen und Gewissen erteilt" worden, sagte Wulff.

Er ließ aber keinen Zweifel daran, dass er nicht an Rücktritt denkt. Das Amt des Bundespräsidenten sei unglaublich interessant. Wulff räumte aber ein, Vertrauen eingebüßt zu haben. Seine Aufgabe bestehe nun darin, Vertrauen zurückzugewinnen.

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