23. November 2014, 04:31 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 23.05.2012 um 20:30 UhrKommentare

Manuel Hoffelner, zweite Hälfte von "Trackshittaz", im Porträt

Manuel Hoffelner (20) ist die zweite "wokelnde" Hälfte der Trackshittaz.

Foto © APA

Bereits bei den Proben ist das vordere Kreuzband gerissen, deswegen trug ich bei der Show eine Schiene. Plötzlich ist mir das Knie eingekippt und ich konnte den Auftritt nur mit extremen Schmerzen beenden", resümiert Manuel Hoffelner von den Trackshittaz das Semifinale zum Song Contest. Nicht ins Finale am 26. Mai gewählt zu werden, war also doppelt schmerzhaft. Er wurde im Rollstuhl aus der Kristallhalle geführt. Der Kampfgeist bleibt: "Es hat nicht sein sollen - und das gehört zu unserem Weg. Wir holen uns früher oder später, was uns zusteht", erklärte das Mühlviertler Mundart-Rapduo noch in der Nacht.

Manuel fühlt sich jedenfalls nicht als Mann in der zweiten Reihe. "Es ist ja nicht so, dass ich nur auf der Bühne herumstehe und die ganze Energie vom Lukas kommt", sagt der 20-Jährige. Natürlich stand Lukas Plöchl mehr im Rampenlicht - allein schon durch seine Teilnahme bei der ORF-Castingshow "Helden von morgen" im Herbst 2010. Das Duo Trackshittaz gab es damals aber schon. "Wir haben uns 2003 bei einem Fußballcamp kennengelernt und gemerkt, dass wir die gleiche Musik hören", erinnert sich Manuel. Im Frühjahr 2010 schließlich verhalf ihnen die Internetplattform "youtube" zu einer ersten Bekanntheit: Sie hatten "Alloa bam Fraunz" (also "Allein beim Franz"), eine Persiflage auf den Hit "Alors on danse" des belgischen Rappers Stromae aufgenommen, die binnen weniger Wochen mehr als 100.000 Mal angeklickt wurde. Es folgte ein Plattenvertrag mit Sony Music und mit der ersten Single "Oida taunz!" auch der erste Versuch, den Mühlviertler Party-Rap nach Europa zu tragen. Doch da scheiterten sie an Nadine Beiler.

Im zweiten Anlauf riefen sie "Woki mit deim Popo" aus und bekamen das Ticket nach Baku. Von wo es aber schon heute wieder zurück nach Österreich geht. Was nun? In den nächsten Monaten sind sie noch für eine Menge Disco-Auftritte gebucht, außerdem planen sowohl Lukas als auch Manuel ein Solo-Album.

Bleibt noch Zeit, hilft er im elterlichen Gasthaus aus - dem "Marktwirt" in Leopoldschlag. Und Plan B? "Ich könnte mir vorstellen, Mediendesigner zu werden." CHRISTIAN UDE

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