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Zuletzt aktualisiert: 09.05.2012 um 20:30 UhrKommentare

Paul Kimberger, Lehrergewerkschafter, im Porträt

Lehrergewerkschafter Paul Kimberger leitet die Dienstrechtsverhandlungen.

Foto © APA

Es kann natürlich sein, dass irgendwann das Wort 'Nein' fällt." Paul Kimberger, der neue Chefverhandler über das Lehrerdienstrecht, sieht "Beton als modernen, vielseitig verwendbaren Baustoff". Das Betonierer-Image, das die Lehrergewerkschaft innehat, will er allerdings nicht bedienen, erklärt er: "Nein zu sagen ist mir nicht genug, es müssen auch alternative Vorschläge hinter dem Wort kommen." Man darf gespannt sein, ob unter dem 44-Jährigen tatsächlich eine Änderung des überkommenen Systems möglich ist. Dem ersten Verhandlungstag folgten jedenfalls schon kritische Töne Kimbergers.

Grundsätzlich habe er sich, so sagt der Oberösterreicher selbst, den Ruf erarbeitet, kein "Verhinderer", sondern ein "Macher" zu sein. Erfahrung hat er in der Standesvertretung von Anfang an gesammelt. "Mein Ziel war es, die Arbeitsbedingungen für junge Lehrer zu verbessern." Kimberger fiel in eine Junglehrer-Generation, die lange auf ihre erste Stelle warten musste. Seine ideologische Heimat ist der "Christliche Lehrerverein Oberösterreich". Im Vorjahr wurde er Chef der Bundessektion der Pflichtschullehrer.

Als der Vater eines heute 21 Jahre alten Sohnes noch selbst zur Schule ging, hatte er allerdings andere Pläne. Es ging ihm wie vielen: "Nach der Matura hatte ich das Gefühl, die Schule sieht mich nie mehr wieder", sagt er. Doch Eltern und Bekannte haben ihn dazu motiviert, Hauptschullehrer für Mathematik, Informatik und Sport zu werden. Ein guter Lehrer sei "Vorbild, Begleiter, Ratgeber, Freund". Eine gewisse Disziplin sieht er durchaus positiv; selbst war er, bevor er die Lehrer-Stelle bekam, beim Bundesheer.

Seinen Stil als Gewerkschafter bezeichnet Kimberger als "leistungsorientiert, zielorientiert und hart in der Sache". Er sieht sich als Taktiker, Stratege und vor allem als Netzwerker. Den Ausgleich findet im Privatleben beim Reisen in fremde Länder und Kulturen und beim Sport. Im Winter zieht es ihn in die Berge zum Skifahren, im Sommer zum Mountainbiken oder auf den Tennisplatz. Doch - "das kommt in letzter Zeit zu kurz."

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Zur Person

  • Paul Kimberger, geboren am 20. Mai 1967 in Oberösterreich.

    Karriere: Nach der Matura Milizoffizier beim Bundesheer, gleichzeitig Ausbildung zum Hauptschullehrer. Seit 1994 in der Standesvertretung. Leiter der Pflichtschullehrergewerkschaft, Chef der Arge Lehrer.

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