25. Dezember 2014, 16:45 Uhr | Aktualisiert vor - min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 18.04.2012 um 20:30 UhrKommentare

Minenfeld

Die Bioethikkommission des Kanzleramtes hat nun Klartext gesprochen. Klartext auf einem jener Minenfelder, die Politiker wie Juristen lieber nicht als Erste betreten. Wie die umstrittene Frage, ob das Verbot der künstlichen Befruchtung für alleinstehende Frauen und gleichgeschlechtliche Paare aufgehoben werden soll. Die Kommission, die vom Verfassungsgerichtshof um Stellungnahme gebeten wurde, hat sich gegen das Verbot ausgesprochen. Weil es für die Entwicklung der Kinder keine Rolle spielen würde, wo sie aufwachsen.

Ob es tatsächlich keine Rolle spielt? Natürlich spielt es eine Rolle. Natürlich haben Kritiker recht, wenn sie das Recht des Kindes auf beide Elternteile einfordern. Natürlich sind allen Kindern perfekte Väter und perfekte Mütter in einer harmonischen Familie zu wünschen. Es können aber auch zwei Mütter ein harmonisches Familienleben führen, oder ein alleinerziehender Vater.

Die Kommission hat dennoch Glatteis betreten. Weil es bei künstlicher Befruchtung für Homosexuelle um Ideologie geht - und weniger um das Wohl des Kindes.

CARINA KERSCHBAUMER

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