29. November 2014, 00:06 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 03.04.2012 um 20:30 UhrKommentare

Sinnkrise

Das waren noch Zeiten, als sich Bundesheer-Ausbildner unwidersprochen als Herrscher am Truppenübungsplatz fühlen durften. Als frisch gefangene Rekruten noch nicht gleich zur Beschwerdekommission eilten, nur weil sie ein bisschen, nun ja, unwirsch angefasst wurden.

Aus und vorbei, die Zeitenwende macht auch vor dem Heer nicht Halt. Der Grundwehrdiener von heute kennt seine Rechte, wer ihn schlecht behandelt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Und auch sonst haben Offiziere scheinbar nicht mehr viel zu lachen. Angesichts der organisatorischen Umwälzungen beim Heer fürchten viele um ihre Zukunft. Die meisten Klagen, das erzählt die Beschwerdekommission, bringen nun die Häuptlinge ein, nicht die Indianer.

Ihr Unbehagen ist Sinnbild eines überkommenen Systems, dass mit den Anforderungen einer europäischen Verteidigungspolitik nicht Schritt halten kann. Das Militär steckt in einer Sinnkrise, wohn die Reise geht, kann niemand sagen. Ein Berufsheer mit klaren Aufgaben wäre ein Anfang. Dann wüssten viele auch vielleicht wieder, warum sie Dienst schieben. WOLFGANG RÖSSLER

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