22. Dezember 2014, 23:48 Uhr | Aktualisiert vor - min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 22.11.2010 um 20:21 UhrKommentare

Glückliche Ehe endete als Tragödie

Der schwer kranke Pensionist (71) aus Eisenkappel, der auf seine Frau geschossen hat, ehe er sich tötete, wird als "sehr nett" beschrieben. Ärzte hoffen, dass das Opfer wieder gesund wird.

Foto © Traussnig

Nach einer mehrstündigen Operation, bei der auf der neurochirurgischen Abteilung des LKH Klagenfurt ein Neun-Millimeter-Projektil aus dem Kiefer entfernt wurde, befindet sich eine 76 Jahre alte Pensionistin aus Bad Eisenkappel wieder auf dem Weg der Besserung. Nach Einschätzung der Ärzte stünden die Chancen, dass die Frau ohne Folgeschäden überleben wird, gut. Wie berichtet, hatte am Sonntag gegen 6.30 Uhr in der gemeinsamen Wohnung in Eisenkappel der um fünf Jahre jüngere Ehemann mit einem Revolver auf die noch Schlafende geschossen. Anschließend richtete sich der Mann mit einem Kopfschuss selbst.

Litt an unheilbarer Lungenerkrankung

Die Waffe, für die er einen Waffenpass besaß, hatte der ehemalige Mitarbeiter der Bergwacht in einem Tresor verwahrt. Der begeisterte Wanderer und Schifahrer hatte ein chronisches Hüftleiden. Vor einiger Zeit musste ihm ein künstliches Gelenk eingesetzt werden. Der als "sehr nett, aufrichtig und geradlinig" beschriebene Mann litt auch an einer fortschreitenden unheilbaren Lungenerkrankung. Das alles hatte in ihm offenbar den Entschluss reifen lassen, mit seiner Ehefrau aus dem Leben zu scheiden. Das kinderlose Paar war Jahrzehnte verheiratet, allem Anschein nach sehr glücklich.

Die Bluttat ist Gesprächsthema Nummer eins im Ort: "Die arme Frau, einfach schrecklich", sagen Nachbarn. "Wenn er nicht mehr leben wollte, warum hat er das seiner Frau angetan?" - eine von vielen offenen Fragen. Nächste Woche wird Chefinspektor Manfred Dörfler, Leiter der Gruppe "Leib und Leben" im Landeskriminalamt, die Pensionistin zu den Vorgängen einvernehmen.

  • Druckbare Version anzeigen
  • E-Mail

Nachrichten aus Ihrer Region

  • Um zu den Berichten aus Ihrer Region zu gelangen, klicken Sie bitte in die Karte.



Die Wölfe im Netz!