Zuletzt aktualisiert: 07.01.2013 um 19:11 UhrKommentare

Griffner Haus droht die Pleite

Das Griffner Haus ist finanziell angeschlagen und wird von Gläubigern gepfändet. Eine Pleite ist möglich. Der Fertighaushersteller ist auf der Suche nach einem Investor.

Foto © KK (Sujetbild)

Die Firma gilt als Kärntner Traditionsunternehmen, bekannt für gutes Design und energieeffizientes Bauen. Doch Managementfehler vor und während der Wirtschaftskrise haben der Marke stark zugesetzt. Nach Jahren der Verluste ist Griffner Haus jetzt ebenso wie die gleichnamige Burg eine - Ruine (im finanziellen Sinn).

Die Firma, die 2010 38 Millionen Euro Umsatz machte, schuldet dutzenden Lieferanten bzw. Handwerkern Geld, viel Geld. Die Rede ist von insgesamt zehn Millionen Euro. Die Kärntner Gebietskrankenkasse hat bereits zwei Exekutionsverfahren gegen Griffner Haus geführt und sich im Grundbuch der Betriebsliegenschaften Pfandrechte von mehr als einer Million Euro eintragen lassen haben. "Es war kritisch. Wir wollten einfach Rückstände absichern. Aber jetzt haben wir eine Ratenzahlung vereinbart", sagt GKK-Chef Johann Lintner. Die Kärntner Hypo bangt ebenfalls um Millionen-Kredite, die sie in der Firma stecken hat. Allein der Alpenländische Kreditorenverband hat derzeit laut Arno Ruckhofer vier Inkassofälle gegen Griffner Haus laufen, dabei geht es um 200.000 Euro. "Die Gläubiger sind sehr ungeduldig", weiß auch Creditreform-Chef Gerhard Weinhofer.

Die Pleite droht, doch die Firma bunkert sich ein. Keiner geht ans Telefon, bis 14. Jänner ist "Betriebsurlaub". Ruckhofer schimpft: "Die sind sehr frech, lassen uns dumm sterben. Eine absurde Krisen-PR." Am Montag soll es Gespräche mit einem österreichischen Investor gegeben haben. Parallel trafen sich Gläubiger, um eine Klage vorzubereiten. Und seit Montag hat Griffner Haus auch eine neue Agentur für Presseanfragen - aber sie darf nichts sagen.

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