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Zuletzt aktualisiert: 02.06.2012 um 21:02 UhrKommentare

An der Brücke wird jetzt auch samstags gearbeitet

Konflikt um Bauverzögerung bei Tainacher Draubrücke. Strauß (SPÖ) wirft Dörfler (FPK) "Schlamperei" vor, die dem Tourismus schade. Dieser kontert, Strauß würde das mit seinen Aussagen tun.

Die für 29. Juni angepeilte Aufhebung der Totalsperre der Tainacher Draubrücke dürfte sich um einige Wochen verzögern. Angeblich hätte die mit der Stahlkonstruktion beauftragte Firma aus Slowenien Probleme bei der Materialbeschaffung gehabt und sei deshalb in Verzug geraten.

Straßenbaureferent Landeshautmann Gerhard Dörfler (FPK) stellt jetzt dieses Argument infrage: "Mich haben Kärntner Stahlbaufirmen angerufen und gesagt, dies sei eine billige Ausrede." Nach mehreren Urgenzen werde es morgen eine Baubesprechung und danach eine Pressekonferenz geben, kündigte Dörfler am Samstag an. Und: "Man muss aber davon ausgehen, dass mit einigen Wochen Verzögerung zu rechnen ist."

Abgeltungsfonds gefordert

Am Samstag meldete der Landtagsabgeordnete und Bezirksvorsitzende der SPÖ, Jakob Strauß, per Presseaussendung: "Dörflers Schlamperei schadet Unterkärntner Tourismus". Die Verzögerung der Fertigstellung der Tainacher Draubrücke bringe der Tourismusregion St. Kanzian-Klopeiner See schweren Schaden, die Verantwortung dafür liege "eindeutig" bei Dörfler.

"Der finanzielle und imagemäßige Schaden, der durch die Verlängerung der Sperre der Hauptverkehrsverbindung zur Tourismusregion Klopeiner See bis August entsteht, ist enorm, führt Strauß weiter aus, und verweist auf "eklatante und existenzbedrohende Einnahmenverluste betroffener Unternehmer", weshalb er für diese einen "Abgeltungsfonds" fordert. Er ortet die "Schlamperei" bei der Ausschreibung. "Jeder weiß, wie wichtig diese Verkehrsverbindung ist, nur Dörfler ist das offenbar egal", so Strauß.

Dörfler sieht gerade in der Ausschreibung nach dem Europäischen Vergaberecht die Problemstelle: "Den Gesamtauftrag bekommt der Hauptauftragnehmer, in diesem Fall die Habau, die Subunternehmen mit weiteren Arbeiten beauftragt. Und diese Vergaben sind für uns bindend", so Dörfler. Er will rechtlich prüfen lassen, ob man solche Firmen von weiteren Vergaben ausschließen könne. "Strauß schadet mit solchen Aussagen dem Tourismus", so Dörfler, für ihn sei die Unverlässlichkeit der Firma das Thema, "denn einem Urlauber aus Hamburg ist es egal, ob er drei oder zehn Kilometer mehr bis zu seinem Urlaubsziel fahren muss."

Samstag Nachmittag war bei einem Lokalaugenschein der Kleinen Zeitung ein Dutzend Bauarbeiter der Meteorit Group aus Hoe in Slowenien vor Ort mit Schweißarbeiten beschäftigt. Offenbar will man jetzt Zeit wettmachen. Meteorit betreibt auch Niederlassungen in Mazedonien, Kroatien und Serbien und hat Brückenprojekte wie "Studenki most" in Laibach oder die Fußgängerbrücke über die Drau in Ptuj gebaut.

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