Zuletzt aktualisiert: 20.10.2015 um 06:00 UhrKommentareGroßer Auftritt

Schüler fordern: Klimaschutz gehört in den Unterricht

Jugendgruppe fordert als Botschafter für Klimagerechtigkeit Landesregierung auf, Umwelt und Klimawandel in den Lehrplan zu integrieren.

Botschafter für die Umwelt: Alina Pritz, Jana Niederdorfer, Laura Fertschey (von links) sowie Philipp und Thomas Ritsch Foto © KK

Wir wollen, dass möglichst viele Schüler in Kärnten vom Klimawandel erfahren und Zusammenhänge erkennen. Es darf uns nicht egal sein, ob Durchschnittstemperatur oder Meeresspiegel steigen, denn für unsere Generation kann es eine Frage des Überlebens werden“, wird die vierzehnjährige Alina Pritz heute, Dienstag, vor der Landesregierung betonen.

Sie und ihre vier jugendlichen Mitstreiter für Klimagerechtigkeit wissen, dass es bald nicht nur Kriegs-, sondern viel mehr Klimaflüchtlinge geben wird. Sie machen sich Sorgen um ihre Zukunft und möchten Signale setzen.
Beginnen möchten sie damit in Schulen, deren Lehrplan das Thema Klimawandel bisher vernachlässigt.

Das Wollen Sie

Forderungen: Fächerübergreifender Lehrplan zum Thema Umweltkrise und soziale Gerechtigkeit, kärntenweiter Schulwettbewerb zum Thema: Zukunft und Visionen 2040, Plant-
for-the-Planet-Akademie, symbolische Baumpflanzaktionen

Facebook: Umwelt Botschafter

Infos: www.plant-for-the-plant.org

Drei Schülerinnen und zwei Schüler zwischen elf und 14 Jahren aus den Villacher Gymnasien Perau und St. Martin sind Botschafter für die Kinder- und Jugendinitiative „Plant-for-the-Planet“, die 2007 vom jungen Deutschen Felix Finkbeiner gegründet wurde und mittlerweile weltweit durch das Pflanzen von Bäumen symbolische Zeichen für Klimagerechtigkeit setzt.


Projekte und Bewerbe

Ihre Anliegen tragen die engagierten Jugendlichen heute vor der Regierungssitzung den Mitgliedern der Landesregierung vor. „Wir wünschen uns, dass in den Fächern Biologie, Geografie und Religion über den Klimawandel gesprochen wird und dass es fächerübergreifende Projekte und einen Landesschulwettbewerb gibt“, bringt es Jana Niederdorfer (14) auf den Punkt. „Es wird zu einer dramatischen Völkerwanderung kommen, wenn durch den Anstieg des Meeresspiegels viele Küstenregionen und Inselgruppen verschwinden“, gibt Laura Fertschey zu bedenken.

Gerade arme Völker seien vom Klimawandel besonders betroffen, daher müsse man Klimagerechtigkeit schaffen.
Eine Plant-for-the-Planet-Akademie, wie sie es im Wiener Ursulinengymnasium gibt, soll auch in Kärnten installiert werden, wünscht Thomas Ritsch (13), während sein Bruder Philipp (11) das Land als Teilnehmer des Ökumenischen Tages für Klimagerechtigkeit 2016 und die Kärntner Schulen gerne als Vorreiter sehen möchte. Dafür möchte das Botschafterteam die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft als Unterstützer gewinnen. ELKE FERTSCHEY

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