24. November 2014, 13:20 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 11.08.2012 um 20:30 UhrKommentare

Weckerlechten über Finkenstein

Konstantin Wecker bescherte seinen Fans einen großartigen Abend.

Foto © APA/Hochmuth

Der, den ich liebe/ Hat mir gesagt/ Dass er mich braucht./ Darum/ Gebe ich auf mich acht/ Sehe auf meinen Weg und/ Fürchte von jedem Regentropfen/ Dass er mich erschlagen könnte.

Konstantin Wecker, der diese Bertolt-Brecht-Zeilen bei seinem Konzert Freitagabend in der Burgarena Finkenstein zitierte, musste sich keine Sorgen machen: Regen machte sich nur vor und punktgenau während der Pause breit, die beiden Konzertteile gingen trocken über die Bühne. Und was die Zuneigung des Publikums betrifft, braucht er sich sowieso keine Sorgen zu machen: Das Konzert des 65-Jährigen war bis auf den letzten Zusatzsessel ausverkauft.

Gut gelaunt führte Wecker durch seinen Liederkosmos, für den er mit seiner zuletzt erschienenen CD zwei passende Schlagworte gefunden hat: "Wut und Zärtlichkeit". Von den noch immer hoch aktuellen gesellschaftskritischen Liedern aus den 1970er-Jahren (etwa "Frieden im Land" aus 1977) spannte er den Bogen bis ins heutige "Absurdistan" (erschienen auf der aktuellen CD). "Aber mit euch in Kärnten hat das ja nichts zu tun", meinte er dann launig über jene, die nun sagen würden: "Unter Haider hätte es diesen Haider nicht gegeben." Grinste und stimmte sein geniales Loblied auf "Das Lächeln meiner Kanzlerin" an. Allerdings nicht ohne vorher zu warnen: "Wenn Sie sich eine Kanzlerin wünschen, denken Sie daran: Wenn man die Buchstaben durcheinander würfelt, wird aus Bundeskanzlerin Bankzinsenluder."

Begleitet wurde Wecker nicht nur von seinem kongenialen "musikalischen Lebenspartner" Jo Barnikel, sondern auch von den beiden grandiosen Vollblutmusikern Tim Neuhaus (Gitarre, Schlagzeug) und Nils Tuxen (Pedal-Steel, Gitarren, Bluesharp). Gemeinsam führten sie durch einen fulminanten Abend, bei dem Wecker all seine kritischen, zärtlichen, ironischen und bissigen Seiten auspackte, für die ihn sein Publikum - vor allem die Generation 40+ - so liebt. Und das der Liederbarde nach einem Zugabenreigen kurz vor 23.30 Uhr mit "Buonanotte Fiorellino" und schließlich einem sentimentalen "Heit is so schön" verabschiedete. In die trockene Nacht, nach einem grandiosen Wecker-Leuchten über Finkenstein.

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