Zuletzt aktualisiert: 14.05.2012 um 18:52 UhrKommentare

Am Geburtstag brannte der Kuhstall nieder

50 Rinder verendeten in der Nacht auf Montag bei einem Brand auf einem Bauernhof in Nötsch. Der Schaden beträgt mehr als 600.000 Euro. Kriminalisten sind sich sicher: "Das Feuer wurde gelegt."

Foto © Hermann Sobe

Landwirt Walter Tschmelitsch aus Nötsch ringt um Fassung. Am Montag hatte er seinen 42. Geburtstag, und ausgerechnet an diesem Tag brannte sein für die Milchkuhhaltung modernst adaptierter Stall am Ortsrand von Nötsch nieder.

Montag gegen Mitternacht heulten in der Gailtaler Gemeinde die Sirenen. Mehrere Anwohner hatten aus dem rund 400 Meter vom Siedlungsgebiet frei auf Weideland stehenden Stall Flammen lodern gesehen. Sie schlugen bei der Feuerwehr Alarm. "Als wir eintrafen, stand der Stall in Vollbrand", schildert Feuerwehrkommandant Christian Druml. 160 Männern von insgesamt zehn Wehren mit 17 Fahrzeugen gelang es 15 der insgesamt 65 Kühe aus dem Gebäude zu retten. 50 Tiere verendeten in den Flammen. Nach drei Stunden war das verheerende Feuer so weit lokalisiert, dass eine Gros der Einsatzkräfte abrücken konnte. Die FF Nötsch hielt Brandwache und war am Montag bis in die Nachmittagsstunden mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.

Der Landwirt schätzt den Schaden auf 600.000 bis 700.000 Euro. Versicherungen seien vorhanden, sagt der Bauer. Noch in der Nacht begannen Beamte der Polizeiinspektion mit umfangreichen Ermittlungen zur Klärung der Brandursache, am Montag wurden Brandexperten des Landeskriminalamtes und gerichtlich beeidete Gutachter hinzugezogen. Und sie kamen zu einem für viele schockierenden Schluss: "Das Feuer wurde eindeutig gelegt."

In den Nachmittagstunden zeichneten sich mögliche Täterprofile ab. Feuerwehrmänner berichteten Polizisten, dass sie in der Nacht ein Mädchen und zwei Burschen in der Nähe des Brandobjektes gesehen hätten.

Drei Zeugen gesucht

"Wir suchen die Jugendlichen dringend als Zeugen. Sie könnten uns wertvolle Hinweise auf den oder die Brandstifter geben", sagt ein Ermittler. Zudem konnten Tatortexperten des Landeskriminalamtes umfangreiches Spurenmaterial im Brandschutt sichern. Dieses wird nun ausgewertet.

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