27. November 2014, 11:32 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 02.02.2011 um 08:37 UhrKommentare

Tourismus hat nur "Interimslösung"

Segen für Verbandsbudget ist Signal, schwächelnden Tourismus anzukurbeln. Kein "Ja" für einen weiteren Politiker im Aufsichtsrat.

Foto © Ruggenthaler

Auf den Aufsichtsräten des Tourismusverbandes Osttirol (TVBO) lastete Druck. Ihnen war die Verantwortung dafür aufgebürdet, wie es weitergehen soll. Es war nicht Begeisterung für den Haushaltsvoranschlag 2011, die am Montag den Ausschlag für die Budgetannahme gab, verraten Insider. Neun von 12 Aufsichtsräten im Gremium unter Vorsitz von Werner Frömel konnten mit dem vom Vorstand vorgelegten Zahlenwerk leben, damit nach monatelangem Stillstand endlich wieder gearbeitet wird.

"Flache" Kampagne

Das ist höchst erforderlich. Osttirol hat im Dezember 2010 ein sattes Minus von zehn Prozent bei den Nächtigungen eingefahren. Vom Jänner sind kaum bessere Zahlen zu erwarten. "Die Budgetsituation und die Unsicherheit sind an diesem Rückgang sicher mit schuld. Beides hat dazu geführt, dass wir die Winterkampagne nur abgeflacht fahren konnten. Der Start in die Wintersaison war alles andere als erfreulich", sagt Franz Theurl, der Obmann des TVBO. Er wirkt nach dem Segen für den Etat hörbar erleichtert. "Mit der Budgetsicherheit können wir offensiv auf den Sommer zugehen".

Dass fünf Stunden über das Budget beraten wurde, begründet Theurl so: "Einige Aufsichtsräte haben sich bemüßigt gefühlt, Haare in der Suppe zu suchen". Einer davon war dem Vernehmen nach Martin Bergerweis, der im Budget "Winkelzüge" des Vorstands Andreas Köll geortet haben soll.

Aufsichtsräte und Theurl machen sich trotz montägigem Durchbruch nichts vor: "Dieselbe Budgetdiskussion haben wir für 2012 wieder". Während der Etat offen abgestimmt wurde, gab es eine geheime Abstimmung über die Kooptierung von Bürgermeister Erwin Schiffmann (Planungsverbandsobmann Oberland) in den Aufsichtsrat. Diese endete im Patt (6:6).

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BUDGET-CHRONIK

  • Erster Anlauf. Der Aufsichtsrat vertagte am 14. Dezember 2010 mit 13 von 14 Stimmen den Budgetbeschluss, nachdem Andreas Köll dem Etat im Vorstand die Zustimmung verweigert hatte.

    Zweiter Anlauf. Am 31. Jänner Beschluss mit neun von zwölf Stimmen.

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