23. November 2014, 22:09 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 14.10.2010 um 20:17 UhrKommentare

Schließungsplan für Volksschule vorerst vom Tisch

Millstätter Gemeinderat hält trotz sinkender Schülerzahlen an beiden Schulstandorten fest. Kostenintensiver, barrierefreier Umbau steht an.

Eine Welle der Empörung löste die von der Gemeinde angedachte Schulschließung in Millstatt aus (die Kleine Zeitung berichtete exklusiv). In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde das Thema erneut behandelt. Bürgermeister Josef Pleikner: "Wir stehen vor der Situation, die Volksschulen Millstatt und Obermillstatt bis 2014 barrierefrei umbauen und sanieren zu müssen. Gleichzeitig sinkt die Schülerzahl. Nach derzeitigen Berechnungen wird es im Schuljahr 2014/15 in beiden Volksschulen nur 24 Erstklassler geben."

Bevor der Umbau in die Wege geleitet wird, forderte der Schulbaufonds die Gemeinde auf, sich eine kostengünstige Variante zu überlegen. Da in Millstatt die Musikschule aus allen Nähten platzt, zog es Vizebürgermeister und Schulreferent Florian Maier (FPK) in Erwägung, die Volksschule Millstatt zu schließen und als Musikschule und "Haus der Vereine" zu adaptieren. Nach heftiger Kritik des freien Gemeinderates Karl Klinar, der Maier sogar zum Rücktritt aufforderte, und Unmut aus der Bevölkerung lenkten Pleikner und Maier ein und versprachen beide Schulstandorte möglichst lange zu erhalten. "Ein Problem wir aufgrund der sinkenden Schülerzahlen dennoch auf uns zukommen, daher sollten wir bereits jetzt alle Alternativen prüfen", betonte Maier.

Zuwachs in Musikschule

Steigende Schülerzahlen sind hingegen in der Musikschule Millstatt zu erwarten. Laut Pleikner soll die Musikschule Seeboden geschlossen werden. Das würde ein Plus von 50 Schülern zu den bestehenden 180 Musikschülern in Millstatt bedeuten. Sollte die Volksschule erhalten bleiben, denkt Pleikner daran, das Areal des ehemaligen Reiseunternehmers Burgstaller zu kaufen. Dort könnten Musikschule und Probelokale für heimische Vereine entstehen. Die nötigen 1,6 Millionen Euro (zu 75 Prozent förderbar) sind in der Gemeindekasse allerdings nicht vorhanden.

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BARRIEREFREIE SCHULE

  • Schulbaufonds. Sämtliche Umbauten an Kärntner Pflichtschulen werden seit 2009 ausnahmslos barrierefrei gestaltet. Der Schul-baufonds hat alle Schulen dazu angehalten, den behindertengerechten Umbau bis 2014 abzuwickeln.

    Umbau. In Millstatt stehen Sanierung und barrierefreie Adaptierung der Volksschulen Millstatt und Obermillstatt an.

    Förderung. Der Schulbaufonds, der sich aus Geldern des Landes (45 Prozent) und der Gemeinden (55 Prozent) speist, fördert Umbaumaßnahmen mit 75 Prozent.

    Budgetloch. Da Millstatt am Status Abgangsgemeinde schrammt, zogen Bürgermeister Josef Pleikner und Schulreferent Florian Maier kurzfristig in Erwägung, die Volksschule Millstatt zu schließen.

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