28. November 2014, 22:34 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 01.02.2013 um 16:49 UhrKommentare

"Der Werbewert für uns ist unbezahlbar"

Die alternative holländische 11-Städte-Tour am Weißensee ist im Endspurt: Profi-Rennen sorgen für starkes Medieninteresse in den Niederlanden.

Foto © Foto: Camilla Kleinsasser

Mit lautem Gehupe brettert ein Quad über das Eis des Weißensees. "Aufgepasst, aus dem Weg", bedeutet das für alle Zuschauer, die zwischen den Bahnen wechseln oder zu nah am Rand stehen. Augenblicke später flitzen die Profi-Eisläufer in ihren bunten aerodynamischen Anzügen vorbei, dass einem der Fahrtwind um die Ohren pfeift.

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von bis zu 40 Stundenkilometern bestreiten etwa die Herren ihr 100-Kilometer-Rennen in der Offenen Holländischen Meisterschaft. Im Schlepptau zwei Platzsprecher, die aus dem Start-Ziel-Raum und entlang der Strecke aus einem Auto ständig den See beschallen, Fernsehteams, die die Rennen in den Niederlanden übertragen sowie Reporter der größten Tageszeitungen. "Der Werbewert liegt bei vier bis fünf Millionen Euro für die Marke Weißensee, also unbezahlbar", sagt Arno Kronhofer, Leiter der Tourismusinformation Weißensee. Am Samstag findet mit dem 200-Kilometer-Rennen der Profis der absolute Höhepunkt der Alternativen holländischen 11-Städte-Tour statt. Heute gehen im letzten Volkslauf des heurigen Jahres noch einmal bis zu 1600 Hobby-Eisschnelläufer über 50, 100 und 200 Kilometer.

Unermüdlicher Einsatz

Bei solchen Menschenmassen wird das Eis stark strapaziert. Ohne den unermüdlichen Einsatz von Eismeister Norbert Jank, seinen Söhnen Bernhard und Norbert sowie Hubert Stampfer wären die Rennen kaum durchführbar. Überhaupt, wenn man die Wetterbedingungen Mitte Jänner bedenkt. "14 Tage vor der Tour hatten wir eine 12,5 Kilometer lange Bahn zum Präparieren fertig. Dann kamen 50 Zentimeter Neuschnee", schildert Jank. Mit schwerem Gerät musste man über eine 20 Zentimeter dicke Eisschicht, um die Bahn freizu- bekommen. Der zusammengeschobene Schnee brach durch die Eisdecke. "Zum Glück gelang es uns, zumindest die 4,2 Kilometer lange Rundbahn zu retten. Durch harte Arbeit haben wir jetzt wieder eine zehn Kilometer lange Bahn, das Eis ist 30 bis 35 Zentimeter dick", erklärt der Eismeister, der mit seinem Team entlang der Bahn auch mehrere hundert Löcher gebohrt hat, damit Wasser sofort abrinnen kann. Von sieben bis 20 Uhr ist das Team jeden Tag im Einsatz. Jank: "Wir möchten uns aber auch bei allen Helfern bedanken, die zum Beispiel Wasser gespritzt haben, damit wir über Nacht immer wieder schönes Eis bekommen."

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