Zuletzt aktualisiert: 17.08.2012 um 21:39 UhrKommentare

"Hallo, ich bin Frank, einer von euch"

In Spittal präsentierte Milliardär Frank Stronach die Gründungsmitglieder seiner Partei. Er hat ehrgeizige Pläne: 30 Prozent und den Bundeskanzler.

Foto © KLZ/Hoffmann

Der schwarze Mercedes hielt vor der Kreuzung, Höhe Schloss Porcia in Spittal. Blitzlichtgewitter und Medienansturm als Frank Stronach gestern gegen 17 Uhr auf dem Gehsteig ausstieg. "Frank, du hast amerikanische Verhältnisse nach Spittal gebracht", begrüßte ihn Bürgermeister Gerhard Köfer.

Von da an hatte Stronach keine ruhige Minute mehr. Journalisten belagerten ihn. Die vier Spittaler SPÖ-Gemeinderatsmitglieder, die mit Köfer zur Stronach-Partei übertreten werden, wollten ihn kennenlernen. Gründungsmitglieder, darunter Waltraut Dietrich, ehemalige steirische FPÖ-Klubobfrau, Karin Prokop, Gemeinderätin in Maria Enzersdorf und Tochter von Liese und Gunnar Prokop sowie Erich Tadler, "wilder" Mandatar im Nationalrat, wurden vorgestellt. Tadler ist Stronachs zweiter Abgeordneter. Wenn er drei hat, kann er - ohne Unterschriften sammeln zu müssen - zur Nationalratswahl antreten. Danach ging es auf die Marhube, ein Ausflugsgasthaus oberhalb von Baldramsdorf. Dort wurde Stronach von rund 60 Interessierten aus ganz Kärnten erwartet. Locker ging er auf die Menschen zu. "Ich bin Frank", stellte er sich jedem vor. Der Steirer erzählte von seiner beschwerlichen Arbeitssuche, als er 21-jährig nach Kanada ausgewandert ist und wie es ihm mit Glück und Fleiß gelungen ist, aus einer Werkstatt mit zehn Beschäftigten das Magna-Imperium mit 115.000 Mitarbeitern aufzubauen.

"Ich habe ein Gewissen, das mich antreibt, Änderungen in Österreich herbeizuführen", so der Milliardär. Bei der Nationalratswahl möchte er 30 Prozent und den Bundeskanzler. Ob seine Partei, die es offiziell Ende September geben wird, bei den Landtagswahlen antreten wird, überlässt er Köfer: "Es ist allein Gerhards Entscheidung. Er hat meine volle Unterstützung."

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