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Zuletzt aktualisiert: 28.04.2012 um 22:16 UhrKommentare

Vom Rand in die Mitte gelangen

Vier beispielhafte Projekte für die Hereinnahme von behinderten Menschen in die Gesellschaft von "Inclusia" ausgezeichnet.

Foto © SFS Seeboden

Wer und wie sind Kinder einer Sonderschule für Schwerstbehinderte, welche Probleme und Talente haben sie, wie kann man mit ihnen kommunizieren? Das wollen Schüler und Schülerinnen der 7. Klasse der Sonderschule für Schwerstbehinderte in Seebach ihrer Umwelt vermitteln. Sie wollen von sich aus aktiv vom Rand in die Mitte gelangen und haben gemeinsam mit ihrem Lehrer Aaron Seidl das Projekt "Brücken. bauen.überwinden" entwickelt. Dafür erhielt die Schule den von der Kleinen Zeitung gestifteten Inclusia-Preis 2012, einen von vier Preisen für die "Hereinnahme von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft". Die Schüler, die unter schweren geistigen Beeinträchtigungen leiden, machen mit Gymnasiasten Schülerradio, gestalten Land-Art-Objekte in der Natur, mit Künstlerin Sigrid Plieschnig Videoinstallationen und Modeschauen oder verbringen eine erlebnispädagogische Woche mit anderen Schülern in Lignano. "Wir versuchen, die Kinder an der Gesellschaft teilhaben zu lassen, sie haben ein Recht darauf", betont Seidl.

Ausgezeichnet wurde auch die integrativ geführte Europaschule Wiener Neustadt, die mit ihrem Chor aus behinderten und nicht behinderten Schülern gemeinsam Musik und Tanz macht. "Eine Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, wie wir miteinander umgehen", betonte Frank Frey, Landessprecher der Kärntner Grünen, die diesen Preis gestiftet haben. Den Preis der Kelag nahm das Sonderpädagogische Zentrum Lustenau für das Projekt "Stricken statt Sprühen" entgegen. Um auf die Schule aufmerksam zu machen, wurden von Schülern und Elternverein 200 öffentliche Objekte wie Verkehrsampeln, Radständer oder Skulpturen mit Strickmodellen geschmückt. Das Echo war groß.

Das Tanzmusik-Theater "Die Schneekönigin" der Osnovna ola aus Murska Sobota erhielt den Preis der Arbeitsgemeinschaft Alpen Adria. Die märchenhafte Bühnenarbeit von über 100 behinderten und nicht behinderten Schülern, Pädagogen und Eltern fand durch ihre berührende Botschaft großen Nachhall.

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