27. November 2014, 19:23 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 12.01.2012 um 15:30 UhrKommentare

TAL-Gruppe wird nun von Ulrike Andres geführt

Wechsel der Geschäftsführung wurde gestern in Lienz offiziell vollzogen. Ziele der nächsten Jahre: höherer Öldurchsatz und Modernisierung von Infrastruktur.

Foto © APA

In der Praxis wurde die Rochade in der Geschäftsführung der Transalpine Ölleitung (TAL) in Österreich bereits mit Jahresbeginn vollzogen. Die Wienerin Ulrike Andres und der Matreier Oswald Steiner traten in die Fußstapfen von Sanders Schier. Dieser, aus Düsseldorf stammend, leitete elf Jahre lang die Geschicke des Unternehmens.

Einen offiziellen Akt für die Übergabe der Geschäftsführung mit Präsentation der neuen Spitze nützte die TAL gestern in Lienz für ausgiebige Public Relation. Vor rund 100 Gästen im Saal der Wirtschaftskammer blickte der scheidende Schier auf 45 Jahre TAL zurück und betonte: "Die Transalpine Ölleitung ist eine Anlage, die noch voll in der Jugend steckt und die noch lange ihre Aufgaben erfüllen kann." Für die nähere Zukunft formulierte Schier vor seinem öffentlichen Abgang noch das Ziel: "Die Durchsatzmenge an Rohöl betrug im Vorjahr 35 Millionen Tonnen, für 2012 sind 37 Millionen Tonnen in Plan."

Investitionen in Sicherheit

Für die Präsentation von Zahlen, Fakten und Neuerungen der Gegenwart stellte sich Andres als neue Chefin der TAL-International auf die Bühne. Sie beschrieb das neue Logo des Unternehmens: "Der Berg ist nicht mehr so spitz wie der Großglockner, sondern hat eher Großvenediger-Profil." Aus der Region schweifte sie ab in den Hafen von Triest, in die Bucht von Muggia.

"Die TAL betreibt den größten Rohölhafen Italiens. Drei Viertel vom Gesamtumsatz des Hafens von Triest kommen von der TAL", brachte sie erstaunliche Fakten vor. Über die Zukunft zu sprechen, blieb Oswald Steiner. Er erwähnte Investitionen in der Höhe von 105 Millionen Euro bis zum Jahre 2016. Das Geld sollte in erster Linie in langfristige Sicherheit und Verfügbarkeit der Pipeline und ihrer Anlagen fließen.

Matrei ist aus dem Rennen

"Unabhängige Experten des TÜV haben bestätigt, dass die Lebensdauer der Pipeline noch über Jahrzehnte reicht und auch die wirtschaftliche Grundlage für den Öltransport durch die Alpen ist gegeben, weil der Erdölbedarf auf hohem Niveau bleibt", sah er optimistisch in die Zukunft.

Nicht ansatzweise thematisiert wurde der Talschaftsvertrag, den Matreis Bürgermeister Andreas Köll vor zwei Jahren forderte. Köll war beim Festakt nicht anwesend. Er informierte aber, dass sicherheitstechnisch vonseiten der TAL sehr viel passiere und dass diese auf eine angekündigte Kapitalherabsetzung verzichtet habe. Zu den Entschädigungen sagte er: "Matrei ist hier aufgrund seiner Verträge aus dem Rennen. Zukünftige Eventualitäten wurden bereits 1967 einverhandelt und gezahlt. Die anderen Kommunen holen, wie die TAL selber, ein Verfassungsgutachten ein."

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Daten und Fakten

  • Unternehmen. Die TAL mit der Pipeline von Triest nach Ingolstadt gibt es seit 45 Jahren.

    Gesellschafter. OMV, Shell, Exxon Mobil, Petroplus, BP, Ruhr Oel, Eni, ConocoPhilips, Total.

    Betrieb. Sieben Pumpstationen benötigen pro Jahr Strom um 30 Millionen Euro, mit 420 Doppelhüllenschiffen bringt die TAL Öl nach Triest, 200 Mitarbeiter.

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