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Zuletzt aktualisiert: 04.10.2012 um 05:35 UhrKommentare

"Spitzelaffäre" im LKH: Finale vor dem Richter

Ines Manegold und die Verfasser eines sie belastenden Protokolls im Zeugenstand. Von Wolfgang Rausch.

Foto © Kleine Zeitung/Helmuth Weichselbraun

Fast zwei Jahre versuchte Kabeg-Chefin Ines Manegold, die "Spitzelaffäre" im Klinikum Klagenfurt von einem Gerichtssaal fernzuhalten. Hintergrund: Im Dezember 2010 war erstmals der Vorwurf laut geworden, dass sie den Auftrag zur Bespitzelung einer Ärztebetriebsversammlung gegeben habe. Mit der Androhung einer Unterlassungsklage gegen Ex-Ärztekammerchef Othmar Haas, der sie nach Auftauchen von belastenden Protokollen in einem Rundbrief als Urheberin der Affäre genannt hatte, tappte sie im Dezember 2011 in eine selbst aufgestellte Falle. Prompt wurde sie von der Expertenkommission dazu verpflichtet, die Angelegenheit im Interesse des Rufs der Kabeg vor Gericht klären zu lassen.

Diesen Befehl mit einem Trick zu umgehen und die Klage zurückzuziehen (siehe Sonntagausgabe der Kleinen Zeitung) wagten sie und ihre Mentoren in der gestrigen Ersten Tagsatzung dann doch nicht. Und auch die Strategie der Kabeg-Anwältin scheiterte, die Veröffentlichung der Protokolle als unzulässigen Verrat von Betriebsgeheimnissen darzustellen und so ein Beweisverfahren zu umgehen.

Ob dieser Vorwurf zutrifft oder nicht, will Richterin Daniela Bliem demnächst mit einer Reihe von Zeugen klären. Unter Wahrheitspflicht wird dabei auch Ines Manegold aussagen. Im Mittelpunkt des Interesses stehen aber Ex-Klinikum-Chef Herwig Wetzlinger und Primarius Georg Pinter, von denen die Manegold belastenden Protokolle stammen.

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