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Zuletzt aktualisiert: 12.08.2012 um 21:28 UhrKommentare

Profidiebe auf Jagd nach Rassetieren

Ein Riesenkater und ein Großhund sind nur die Spitze eines Eisberges. Viele Diebstähle von Rassetieren landen als "entlaufen" bei den Akten.

Foto © KK, Happ, APA

Sie sind hochpreisig, exklusiv und machen ihre Besitzer stolz: Rassetiere aller möglichen Gattungen. Und sie ziehen vermehrt das Interesse von Profidieben auf sich. Wie berichtet haben unbekannte Täter vor wenigen Tagen in Villach-Landskron einen "Main Coon"-Kater gestohlen. Die Maße von "Amor": fast einen halben Meter hoch und einen Meter lang, 13 Kilogramm schwer. Der Wert des Prachtkaters liegt bei 3500 Euro.

Einen Wert von 25.000 Euro repartiert "Peppino vom Schloss Velden." Der 85 Kilogramm schwere "Mastino Napolitano" wurde in einer kalten NovemberNacht des Jahres 2008 aus dem Zwinger eines Erfolgszüchters gestohlen. Seither fehlt von dem mehrfach preisgekrönten Rassehund jede Spur. Dies, obwohl der Besitzer eine Belohnung von 10.000 Euro für Hinweise ausgesetzt hat. Beamte der Polizeiinspektion Velden setzten damals große Hoffnungen in zwei besondere Merkmale bei "Peppino". Er war gechippt und trug Tätowierungen in beiden Ohren.

"Diebstähle von Rassehunden und -katzen kommen leider immer wieder vor. Wird ein gechipptes Tier gestohlen, soll sofort der Tierarzt informiert werden, der über eine zentrale Datenbank eine "Fahndungsmeldung" an alle Veterinäre absetzen kann", sagt Marina Zuzzi-Krebitz, Tierärztin und Obfrau des Kärntner Tierschutzvereines sowie Leiterin des Tierschutzkompetenzzentrums in Klagenfurt. Nicht alle Diebstähle werden als solcher qualifiziert. "Oft glauben Besitzer, ihr Liebling sei einfach weggelaufen", so Krebitz. Von ausgefallenen Tierdiebstählen weiß Helga Happ, Besitzerin des gleichnamigen Zoos in Klagenfurt-Minimundus, zu berichten.

"Aus unserem Freigehege sind schon Schildkröten und Echsen verschwunden", so die Schlangen-Expertin. Der Internetbetrug macht übrigens auch vor der "Ware Tier" nicht halt. Eine junge Frau hat über ein österreichisches Verkaufsportal einen Berner Sennenhund bestellt. In drei fälligen Tranchen überwies sie Geld mittels "Western Union" nach Kamerun (Afrika).

Jetzt kam die Ernüchterung: Das Geld ist weg, ein Hund weit und breit nicht ins Sicht. Ein Kriminalist: "Es klingt abgedroschen ist aber leider wahr: Gestohlen wird einfach alles."

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