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Mongolischer Schriftsteller zu Besuch im Rathaus

Bürgermeister Christian Scheider hat am Dienstag Galsan Tschinag, Gernot Gleiss und Gernot Stadler im Rathaus willkommen geheißen. Der Anlass: Lesung aus dem Buch WIn der Mitte ein Feuer".

Foto © Stadtpresse/Julia Glinik

Bürgermeister Christian Scheider und Kulturreferent Vizebürgermeister Albert Gunzer haben am Dienstagnachmittag Galsan Tschinag, Gernot Gleiss und Gernot Stadler im Rathaus willkommen geheißen. Anlass war die Lesung aus dem von den drei Männer produzierten Buch "In der Mitte ein Feuer". In wunderschönen schwarz-weiß Aufnahmen zeigt das Werk Bilder von der traumhaften Landschaft im Hohen Altai und aus dem Leben des Nomadenvolkes Tuwa: Kinder beim Spielen, Erwachsene beim Ziegen-Hüten oder beim Praktizieren des Schamanentums. Die Texte stammen von Galsan Tschinag, der die Geschichte und gegenwärtige Situation des Volkes der Tuwa beschreibt.

Tschinag hat bereits über 40 Bücher in deutscher Sprache verfasst und ist unter anderem Träger des Heimito-von-Doderer-Literaturpreises und des Literaturpreises für deutsche Wirtschaft. Galsan Tschniag wurde 1944 in der westliche Mongolei als jüngster Sohn eines tuwinischen Schamanen geboren und studierte Germanistik an der Karl-Marx-Universität in Leipzig.

Bürgermeister und Vizebürgermeister zeigten sich von den Fotografien im Buch fasziniert und waren von der Arbeit Tschinags begeistert. "Die Geschichte eines solchen Volkes für die Nachwelt aufzuschreiben, ist nicht nur aufwendig, sondern zeigt auf beeindruckende Weise, was ein Mensch alleine erreichen kann", waren sich Scheider und Gunzer einig. Die Tuwiner oder auch Tuwa genannt hatten bis vor wenigen Jahren keine Schrift, d.h. es gab auch keine Aufzeichnungen zu ihrer Geschichte. Mit Galsan Tschinag haben die Tuwiner jemanden gefunden, der ihnen eine Stimme gibt. In seinen über dreißig Büchern erzählt er vom Überlebenskampf und den Traditionen seines Volkes. In dem Buch "In der Mitte in Feuer" hat Tschinag erstmals die Geschichte seines Volkes zusammengefasst. Drei Wochen lang haben ihn Gernot Gleiss und Gernot Stadler in der Mongolei begleitet und die Einblicke in den Alltag der Tuwa mit Fotoapparat und Videokamera festgehalten. "Mein Volk geht dem Ende zu, doch wir wollen wenigstens Gehspuren hinterlassen", so Zitat Galsan Tschinag.

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