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Für Nazi-Opfer bald sichtbares Gedenken

Eine Tafel und eine Stele sollen das Gestapo-Hauptquartier und den Sitz der Nazi-Schergen markieren. Am Freitag gab es in Klagenfurt einen Gedenkmarsch.

Foto © Eggenberger

Am Freitag musste sich die Gruppe "Memorial Kärnten Koroka" bei ihrem Gedenkmarsch für die Opfer des Nazi-Regimes in Kärnten noch mit beweglichen Symbolen begnügen. Doch schon Ende des heurigen Jahres soll es endlich so weit sein, dass die zentralen Wirkungsstätten der Nazi-Schergen ganzjährig gekennzeichnet werden.

Horst Ogris, Organisator der alljährlichen Gedenkveranstaltung, sprach von einer Gedenktafel an der Klagenfurter Burg, die als Gestapo-Hauptquartier diente, und einer Stele, die vor dem Landesgericht an die Todesurteile erinnern soll, die dort gefällt wurden. Sieben wurden genau vor 70 Jahren gegen sieben Eisenbahner aus St. Veit ausgesprochen, die dem kommunistischen Widerstand angehörten und des Hochverrats angeklagt waren. Die Todesurteile wurden am 30. Juni 1942 in Wien vollstreckt. Dieser sieben Nazi-Opfer hat "Memorial Kärnten Koroka" am Freitag besonders gedacht. Rund 150 Menschen zogen von der Burg zum Landesgericht. Horst Ogris; "Einmal im Jahr versammeln wir uns, um zu zeigen, dass es in Diktaturen Menschen gibt, die bereit waren, ihr Leben zu dafür zu opfern, dass wir heute in einer freien Gesellschaft leben."

Landesgerichtspräsident Bernd Lutschounig begrüßte die Aktivisten vor "seinem" Gebäude und zeigte sich "froh, dass es diese Veranstaltung gibt". Auch das Landesgericht müsse sich der Geschichte stellen, die hier geprägt wurde. Bei der gestrigen Veranstaltung waren die 45 Widerstandskämpfer, die von diesem Gericht in der Nazi-Zeit zum Tode verurteilt wurden, noch auf einem Transparent aufgelistet. Es soll noch heuer durch eine Stele ersetzt werden.

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