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Zuletzt aktualisiert: 17.04.2012 um 20:02 UhrKommentare

Poker um den "Plan B" hat begonnen

Nach "Aus" für Gaskraftwerk sollen Stadtwerke heute Alternativen präsentieren. Kelag kann sich Einstieg bei Energie Klagenfurt vorstellen.

Foto © KK

N ach dem GDK, ist vor dem GDK! Nachdem der Umweltsenat dem Gasdampfkraftwerk in Klagenfurt eine Abfuhr erteilt hat, läuft die Suche nach einer Alternative (das ist der "Plan B"). Bis Ende 2015 muss die Energieversorgung für rund 100.000 Menschen auf neuen Beinen stehen. Denn in knapp zweieinhalb Jahren muss das veraltete Fernheizwerk stillgelegt werden.

Heute sollen die Stadtwerke Klagenfurt "zwei mögliche, umsetzbare Ersatzprojekte" vorstellen. Die Gretchenfrage für die künftige Energieversorgung ist: Gas oder Biomasse? Laut Vorstandsdirektor Romed Karré haben die Stadtwerke 13 Alternativen zum GDK prüfen lassen. Darunter sei ein kleines Gaskraftwerk am Fernheizwerk-Standort. Mit "Plan B, 1" können sich auch die Grünen anfreunden. "Die Umrüstung des alten Kraftwerks, um es mit sauberem Gas zu beheizen, ist eine Möglichkeit", sagt Landessprecher Frank Frey.

"Plan B, 2" ist die Versorgung mittels Biomasse. Drei Anlagen, jede so groß wie Österreichs größtes Biomasse-Werk in Wien-Simmering, werden benötigt. Woher das Holz kommen soll, ist ebenso unklar wie die Finanzierung der Werke. Geschätzte Gesamtkosten: 220 Millionen Euro. Dass die Österreichischen Bundesforste (ÖBf), wie beim Wiener Werk, mitzahlen, ist derzeit nicht zu erwarten. "Wir sehen uns als verlässlicher Versorger und Lieferant", sagt ÖBf-Sprecherin Pia Buchner.

Stattdessen kommt von eher unerwarteter Seite ein "Hilfsangebot" an die Stadtwerke. Vorstandsdirektor Hermann Egger kann sich ein Engagement der Kelag bei der Energie Klagenfurt, sie ist für die Energieversorgung der Landeshauptstadt zuständig, vorstellen. "Mit dem Wegfall des GDK-Projektes ist die Aufnahme von Gesprächen zur Lösung des Problems möglich." Es gibt drei Bedingungen: Die Gesellschafter der Energie Klagenfurt (Verbund und Stadtwerke) müssen dies wollen, es muss eine ganz klare Strategie geben und das Projekt muss sich betriebswirtschaftlich darstellen lassen, so Egger.

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