23. November 2014, 00:42 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 30.03.2012 um 21:20 UhrKommentare

Spitzelaffäre: Ultimatum für Kabeg-Chefin

Ines Manegold muss binnen eines Monats Chef der Ärztekammer klagen.

Foto © APA/Sujetfoto

Zuerst war es sie selbst, die Ärztekammerpräsident Othmar Haas mit dem Richter drohte, weil er sie in einem Rundbrief an alle Kollegen als Urheberin der Bespitzelung einer Ärzteversammlung im Klinikum Klagenfurt genannt hatte. Doch als sie am 22. Dezember von der Kabeg-Expertenkommission den dezidierten Auftrag dazu erhielt, um den Ruf des Unternehmens zu schützen, kühlte Manegolds Begeisterung für eine gerichtliche Klärung der Causa abrupt ab. Offenbar schwante ihr erst da, dass damit zwei sie mit einem Protokoll belastende Zeugen der damaligen Vorgänge aussagen würden. Das erscheint jetzt unausweichlich, denn die Experten setzten ihr am Freitag eine Frist von maximal einem Monat bis zur Einbringung der Klage. Vorsitzender Albert Kreiner: "Ich gehe davon aus, dass dem Folge geleistet wird." Manegold wollte das Gremium mit rechtlichen Bedenken, dass dem Unternehmen Schaden entstehen könne, von einer Klage abbringen.

Weitere Punkte: die Absegnung der Neuorganisationen am LKH Wolfsberg und der Startschuss für den Umbau der Chirurgie Ost in Klagenfurt für die Kopf-Fächer (HNO, Kiefer).

Für die Idee einer Med-Uni in Klagenfurt gab es ein Ja zu weiterer Grundlagensammlung. Kreiner: "Ein interessanter Plan mit jedoch vielen offenen Fragen. Es darf nämlich nicht die Grundversorgung der Kärntner darunter leiden." Für Landeshauptmannstellvertreter Peter Kaiser (SPÖ), als Spitalsreferent Aufsichtskommissär des Landes, hat ebenfalls die Sicherstellung der medizinischen Basisversorgung oberste Priorität. Das Projekt erinnere ihn an das EM-Stadion, das ohne Klub leer dasteht.

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