28. November 2014, 13:31 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 29.03.2012 um 21:03 UhrKommentare

Spraydose statt Pinsel

David Maier sprüht nur so vor Ideen. Das hat die Stadt jetzt mit einem Paris-Stipendium honoriert.

Im Loslassen hat David Maier Übung, denn der 26-Jährige lässt seine Werke fast immer im öffentlichen Raum zurück und nimmt damit auch ihre Zerstörung in Kauf - im Gegensatz zu vielen anderen Künstlern ohne Bedauern.

Eine Erklärung dafür ist wohl, dass die Wurzeln seines künstlerischen Schaffens im Graffiti liegen. "Jeder Sprayer weiß, dass sein Bild bald wieder übersprüht wird", sagt der Klagenfurter, der schon im Alter von 13 Jahren mit dem Sprühen begonnen hat und dann langsam in die Szene "hineingewachsen" ist. Umso wichtiger ist ihm jedoch, dass seine Arbeiten mit Fotos oder Videos gut dokumentiert werden. So gibt es von den Skulpturen aus Karton und Papier, die er jetzt während seines Aufenthaltes im Pariser Atelier der Stadt Klagenfurt gefertigt hat, eine Fotoserie. Sie zeigt seine "Wegwerf-Menschen", die er in der Stadt an der Seine aufgestellt und auch zurückgelassen hat. Besonders reizvoll fand er aus "billigem Material hochwertige Kunst" zu schaffen. Von dem Stipendium der Stadt schwärmt er: "Es war eine einmalige Möglichkeit und wahnsinnig inspirierend."

In guter Gesellschaft

Obwohl er erst seit Kurzem wieder in Klagenfurt ist, nimmt er sich keine Zeit zum Ausruhen. Er beschäftigt sich schon wieder mit seinen Arbeiten auf Leinwand. Allerdings ist die Zeit beschränkt, denn auch in der Galerie Artlane in der Theatergasse, die er mit fünf weiteren Künstlern betreibt, ist einiges zu tun. Die Galerie versteht sich als Plattform für zeitgenössische und urbane Kunst und stellt Werke von Vertretern der Street Art, Video-Performance- und Konzeptkunst sowie junge Autoren und Musiker vor. Dieses Arbeiten in Gesellschaft ist wiederum typisch für Graffiti-Künstler. Ein solches Gemeinschaftswerk kann man an der Eingangswand der Stadtgalerie sehen, an dem Maier mit Gernot Pollak und Isabella Ess gearbeitet hat.

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