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Zuletzt aktualisiert: 29.01.2012 um 22:05 UhrKommentare

Patient als Umsatzbringer

Der Klagenfurter Krankenhaus-Software-Entwickler PCS profitiert davon, dass es immer mehr chronisch Kranke gibt.

Foto © KLZ/Weichselbraun

In Zeiten wie diesen müssen die Krankenhäuser sparen und sollten tunlichst weniger Geld für Verwaltung ausgeben. Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung der Patienten: Es gibt immer mehr chronisch Kranke, die Menschen haben immer längere Krankengeschichten.

Eine Herausforderung für die Entwickler von Krankenhaus-Software: immer mehr zu tun bei einem gesättigten Markt. Die Klagenfurter Firma PCS, die mit ihrem System "Patidoc" Marktführer in Österreich ist (es ist das am häufigsten installierte "Krankenhaus-Informationssystem"), punktet hier mit ihrem benutzerfreundlichen System. Patientenaufnahme, Verlegung, Röntgen, OP, Entlassung: Die PCS-Software gilt dank ihrer Wirtschaftlichkeit als Krankenhaus-Rückgrat. 50 Österreichische Spitäler und 15 deutsche arbeiten mit PCS. Für das Jahr 2011 schafften die 60 PCS-Mitarbeiter einen Umsatz von sechs Millionen Euro.

Geschäftsführer Alfred Amann sieht jetzt Wachstumspotenzial in Deutschland. Gerade hat er in Dortmund ein Büro gegründet. Von hier aus möchte er "stark expandieren".

Jährlich gibt PCS sieben Prozent vom Umsatz für Forschung aus und auch heuer will das Unternehmen mit Innovation wachsen. Mit Hilfe von Forschungsförderungsfonds und KWF wurde bzw. wird eine neue Technologie entwickelt, mit der die Kunden auch selber Anwendungen gestalten bzw. "definieren" können. Die neue "PHI"-Technologie kann mit der alten verbunden werden. Das spart den Kunden Zeit und Geld, zum Beispiel in Sachen Einschulung. "Denn allein jede Blinddarm-OP besteht aus vielen kleinen Definitionen", sagt Amann.

Und es steckt noch mehr in der Pipeline: "Wir sind schon so weit, dass wir Infos auf Smartphones und Tablet-PCs liefern können", sagt Amann. "Aber das ist ein Sicherheitsthema. Rechtlich dürfen außerhalb von Krankenhausmauern Infos aus dem System nicht gelesen werden, selbst von einem Krankenhaus-Arzt nicht." Amann kann sich auch vorstellen, dass in Zukunft der Patient "vielleicht mit Passwort und E-Card Infos wie den Befund, die Aufenthaltsdauer oder den Termin für die Kontrolluntersuchung abrufen kann". Aber das werde vom Markt noch nicht gefordert.

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