19. Dezember 2014, 19:25 Uhr | Aktualisiert vor - min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 28.02.2011 um 13:17 UhrKommentare

Sie setzen dem Opernball die Krone auf

Sechs Kärntner debütieren nächste Woche bei Österreichs größtem Ball. Seit Freitag haben sie das Training verschärft und proben mit anderen Bundesländer-Paaren den Linkswalzer.

Foto © KK

Seit November trainieren sie in der Villacher Tanzschule Huber für ihren großen Auftritt. Für ihren Einsatz bekommen sie - wie alle anderen Debütantinnen - am nächsten Donnerstag ein Krönchen aufgesetzt: Viktoria Fercher (17), Magdalena Schirmer (18) und Carrol Tschelisnig (22), alle aus Villach.

Mit ihren Partnern Patrick Ladenhauf (18), Julian Hampel (18) und Thomas Grübler (19) absolvieren sie heute in Wien den letzten Tag der sogenannten Bundesländerprobe. Generalprobe für Österreichs größten Ball ist am Mittwoch.

Wie sie zum Opernball gekommen sind? "Durch einen Folder, der in unserer Tanzschule aufgelegen ist", sagt Viktoria Fercher. Tanzen ist für das Sextett nämlich schon seit mindestens eineinhalb Jahren ein Fixpunkt auf ihrer Hobbyliste. Und Fercher hat heuer eine wichtige Voraussetzung für den Eröffnungstanz erfüllt: Man darf nämlich nicht jünger als 17 und nicht älter als 24 sein. Die sportliche Schülerin, die heuer am Peraugymnasium ihre Matura macht, ist klarerweise aufgeregt: "Ich hoffe nur, dass ich keinen Fehler mache", erzählt die 17-Jährige.

"Promis schauen"

Magdalena Schirmer ist Maturantin des Bundesgymnasiums Villach-St. Martin und will schon mal Wiener Luft schnuppern: "Ich möchte nach der Schule in Wien internationale Entwicklung studieren. Und den Ball nutze ich, um mir die Promiszene gründlich anzuschauen." Bereits seit drei Jahren hat sich Schirmer dem Tanzen verschrieben. Mit ihrem Partner Julian Hampel übt sie seit Tagen intensiv den Linkswalzer.

Ihr 18-jähriger Klassenkamerad, der Mediziner werden möchte und auch Klavier spielt, hat in seinem Wien-Gepäck auf jeden Fall eine Kamera mit Ersatzchip: "Ich will coole Fotos mit den Promis machen."

Spaß kostet 1000 Euro

Darauf freut sich auch Patrick Ladenhauf aus Wernberg, der derzeit eine Ausbildung zum Netzwerktechniker macht. "Es ist für mich eine ganz neue Erfahrung, die ich auskosten werde", weiß der Tanzpartner von Viktoria, der bereits ein goldenes Tanzabzeichen hat und an der HTL Villach die 4. Klasse besucht.

Der Ball der Bälle soll für alle ein Spaß werden, der allerdings auch seinen Preis hat. Mit Komiteekarte liegen die Kosten bei mindestens 1000 Euro, inklusive Frackverleih, Unterkunft, Frisör und Visagistin. Und natürlich die Schuhe, die auf jeden Fall eine Ledersohle haben müssen.

Das dritte Paar aus Villach ist schon ein paar Tage länger in Wien, um sich auf das glatte Parkett einzugewöhnen. Carrol Tschelisnig, Angestellte bei der Villacher Brauerei, hat bisher Opernbälle immer nur im Fernsehen verfolgt: "Das ist ein Traum, dass ich das jetzt einmal live erleben darf!", schwärmt die 22-Jährige. Mit Partner Thomas Grübler, der Schüler in der HTL Lastenstraße in Klagenfurt ist, hat sie bereits den "Gold Star" ertanzt. Der zukünftige Mechatroniker, der neben seiner Schule im Labor bei Infineon arbeitet und einmal Elektrotechnik studieren möchte, will dem Opernball auf den Grund gehen: "Ich werde alles genau anschauen." Dafür wird der 19-Jährige genug Zeit haben - wenn er den Linksdreh erfolgreich hinter sich gebracht hat.

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