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Zuletzt aktualisiert: 27.07.2012 um 20:19 UhrKommentare

Mutter des Mittelalters

Sladana Kerschbaumer (41) spielt beim Spectaculum zu Friesach mit kleinen und großen Schaustellern das mittelalterliche Familienleben nach.

Die spielenden Kinder in ihren einfachen Leinengewändern, mit den Häubchen und dem einfachen Holzspielzeug gehören beim traditionellen Spectaculum zum Ortsbild, zum Fest dazu. Verantwortlich für die Auftritte dieser Kleinsten aller Friesacher ist Sladana Kerschbaumer (41).

Sie lebt in der Burgenstadt und zieht mit ihrem Mann Gerald die drei Kinder, Sohn Aleksa (16) und die Töchter Daniela (17) und Tara (3), groß. Auch im Hauptberuf geht es bei der 41-Jährigen lebhaft zu: Die gebürtige Bosnierin ist Tagesmutter und lebt seit 22 Jahren in Österreich. "Mir gefällt, dass wir mit den Kindern für ein paar Tage wie im Mittelalter leben können. Kleidung, Spielzeug, Ernährung alles soll im Rahmen des Spectaculums authentisch sein", sagt Kerschbaumer.

An diesem Wochenende hat sie 19 Mütter, zwölf Männer und 69 Kinder unter ihren Fittichen. "Zwischen drei Wochen und 70 Jahre alt sind die Mitglieder unserer ,Gmoan'. Alle sind mit Begeisterung dabei", erzählt die Friesacherin. In den von fleißigen Händen genähten Kleidern und Schuhen spielt die Eltern-Kinder-Gruppe während des Spectaculums mittelalterliches Familienleben nach. 100 große und kleine Schausteller ziehen durch die Straßen, kochen, waschen Wäsche, schöpfen Papier und hüten Schafe und Ziegen.

Das Spectaculum zu Friesach ist für Kerschbaumer eine Veranstaltung, die dem Ganzen dient. "Es geht darum, die Geschichte Friesachs und die Person der heiligen Hemma von Gurk in das Bewusstsein der Gegenwart zu bringen, um nicht in Vergessenheit zu geraten", sagt die Hobbygärtnerin. "In allem was wir machen, steht der Spaß und die Gemeinschaft im Mittelpunkt. Ein Grund, warum ich beim Mittelalterverein dabei bin."

Zum Abschalten hat Kerschbaumer immer ein Buch griffbereit auf dem Nachtkästchen liegen. "Über alle Grenzen - als Einsiedler unter Tibetern von Johannes Toegel ist mein aktuelles Lieblingsbuch", sagt Kerschbaumer, die am liebsten die Musik von "Gandalf" hört. "Ich kenne ihn persönlich und mag seine sphärische Musik."

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