18. Dezember 2014, 11:31 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 15.04.2012 um 18:19 UhrKommentare

Im Sammeln ein wahrer Matador

Tobias Hötzer (17) brachte Baustein für Matador-Ausstellung in Spittal ins Rollen. Morgen Eröffnung.

Foto © Pirker

Dass aus dem ersten Matador-Baukasten, den er mit vier Jahren von seinem Vater geschenkt bekam, über 130 werden, war für den 17-jährigen Tobias Hötzer nicht absehbar. "Wenn mir als Kind langweilig war, habe ich Matador gespielt. Und mit der Zeit habe ich immer mehr Gefallen an außergewöhnlichen Vorlagen und Konstruktionen gefunden. Mit elf habe ich dann begonnen, historische Baukästen zu kaufen", schildert der Spittaler, der die 109-jährige Geschichte der Firma Matador in seiner Fachbereichsarbeit für die bevorstehende Matura verarbeitet hat.

Dafür ist er sechs Mal nach Niederösterreich gefahren, um ehemalige Mitarbeiter der Matador-Fabrik in Pfaffstätten zu interviewen. "Mich fasziniert, wie aus durchlöcherten Holzklötzen, Stäbchen und einem Hammer technische Wunderwerke entstehen", sagt der Experte, dessen Sammelleidenschaft morgen mit der Eröffnung einer Sonderausstellung zum Thema "Faszination Matador" einen Höhepunkt erfährt. Ausgestellt werden seine Exponate und jene anderer Tüftler im Museum für Volkskultur im Schloss Porcia in Spittal. Bei Museumsdirektor Hartmut Prasch stieß der Technik-Freak gleich auf offene Ohren, als er mit der Idee an ihn herantrat. Denn die historische Entwicklung des Kultspielzeuges passt perfekt in das Museumskonzept.

Besonderes Augenmerk legt Hötzer beim Kauf von Baukästen auf jene, die für den Export bestimmt waren. "Sogar das japanische Kaiserhaus war jahrzehntelang Abnehmer von Baukästen", sagt der Gymnasiast, der besonders stolz auf zwei über hundert Jahre alte Baukästen in seiner Sammlung ist.

Nach der Matura wird er seinen Zivildienst beim Verein "Gedenkdienst" in New York leisten, danach schwebt ihm ein Maschinenbaustudium vor.

  • Druckbare Version anzeigen
  • E-Mail

FAKTEN

  • Sonderausstellung "Faszination Matador" ist von 18. April bis 26. Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr im Museum für Volkskultur im Schloss Porcia in Spittal an der Drau im zweiten Stock zu sehen. Eröffnet wird die Ausstellung morgen Abend um 19 Uhr.

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

» Kommentar erstellen

Wir weisen darauf hin, dass dieses Forum nicht moderiert wird. Als Nutzer stimmen Sie der Speicherung der von Ihnen angegebenen Daten (Stamm-, Verkehrsdaten, etc.) ausdrücklich zu. Bei der Erstellung von Kommentaren haben Nutzer rechtliche Bestimmungen (zB Privat-, Strafrecht), die Netiquette und Forenregeln einzuhalten. Beschimpfungen, Verspottungen, Belästigungen, Ehrbeleidigungen, etc. sind daher verboten! Beiträge, die diesen Bestimmungen zuwiderlaufen, werden bei Kenntnis gelöscht, Nutzer allenfalls gesperrt. Die angegebenen Daten werden an staatliche Stellen (zB Polizei, Gericht) bei Untersuchung von vom Nutzer verbreiteten Materialien, oder sonst vorgenommenen ungesetzlichen Aktivitäten, weitergegeben. Weiters werden angegebene Daten (Name, Postanschrift und E-Mail-Adresse, jedoch keine Handynummer) an sonstige Dritte bei Verletzung von Rechten oder sofern deren Rechtsverletzung nachvollziehbar behauptet wird (zB gem. § 18 Abs. 4 ECG), weitergegeben. Mit der Erstellung von Kommentaren stimmen Sie dem ausdrücklich zu und verzichten auf die Geltendmachung von jeglichen Ansprüchen. Siehe dazu auch unsere Forenregeln/Betriebsbedingungen in den AGB.

Wartungsarbeiten

  • >> Liebe User!
    • Auf unserer Website gibt es einige Neuerungen. Wichtige Informationen dazu finden Sie HIER.
    • Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: feedback@kleinezeitung.at
      Ihr Kleine Zeitung Team

Die Wölfe im Netz!