18. Dezember 2014, 23:31 Uhr | Aktualisiert vor - min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 30.11.2012 um 20:12 UhrKommentare

"Asylanten sind uns willkommen"

Betreiber der Asylantenheime bereiteten Freitag Neuankömmlingen einen herzlichen Empfang. Sie sehen sich auch als Kulturbotschafter für Hilfsbedürftige.

Foto © Haderlap

Seit Freitag befinden sich in Kärnten 1164 Asylwerber. Damit hat das Land sein Wort gehalten und die Mindestquote von 88 Prozent erfüllt. In Bussen kamen die Flüchtlinge von Traiskirchen nach Kärnten und bezogen unter anderem in Eisenkappel-Vellach, Waiern, Ferlach und Bleiburg ihre Quartiere.

Kurz vor 15:00 Uhr: Hektisches Treiben im ehemaligen Gasthof Linde in Ebersdorf bei Bleiburg. An der Rezeption werden schnell noch Meldezettel von Dolmetscher Abdull Razaq und Martin Schwazig kontrolliert. Hausbetreiber Anton Stefitz ist auf Kontrollgang durch die Ein- und Zweibettzimmer - ausgestattet mit Dusche und WC -, versieht die frisch bezogenen Betten mit süßen Willkommensgaben.

"Zehn Jahre haben wir versucht, das stillgelegte Gasthaus zu reaktivieren und die jetzige Lösung ist für alle gut", freut sich Stefitz. Seiner Meinung nach sind "die kolportierten Ängste unbegründet und ich bin auch überzeugt, dass sich alles mit der Zeit auch einstellen wird." Plötzlich die Meldung, "Der Bus ist in Anfahrt", und die gesamte Familie Stefitz, von Großvater bis zum den Enkeln, eilt auf die Straße, winkt freundlich den Ankommenden entgegen. Hinter den "Empfangskomitee" schmücken Plakate mit handgeschriebenen Willkommensgrüßen die Hausfassade. Jeder einzelne Gast wird von Susanne und Anton Stefitz persönlich mit Händedruck begrüßt. Die Betreuerin des Flüchtlingsreferates des Landes heißt die 22 jungen Männer zuerst auf Englisch und dann auf Deutsch mit "Willkommen in Kärnten" herzlich willkommen.

Tee wird aufgetischt, Köchin Martina Podmann eilt in die Küche. Beim Servieren der Suppe und den Putenschnitzeln mit Gemüse und Salat meint sie: "Bleiburg ist eben eine Kulturstadt und dabei geht es nicht nur um Multikulti zu predigen, und andererseits hilfsbedürftige Menschen draußen zu lassen."

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