23. November 2014, 21:52 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 09.05.2012 um 08:00 UhrKommentare

Die ersten Tees aus Lölling ziehen bei den Kunden

Der Verein "Vitalis" will die Produktion von Teekräutern in Lölling etablieren. Derzeit werden Kräuter gesammelt, ab 2013 auch angebaut.

Foto © Novak

Kräutertee aus Lölling soll in Zukunft den heimischen Markt erobern. Der Verein "Vitalis" geht somit einer Anregung des Dalai Lama nach, der sich Kräuter aus Hüttenberg wünschte, die in der tibetischen Medizin zum Einsatz kommen sollen.

"Derzeit sind wir mehr mit dem Sammeln und weniger mit dem Anbau von Kräutern beschäftigt", sagt Erwin Krametter, Initiator des Teeprojekts in Lölling: "Bis 2013 sind viele Flächen an EU-Förderprogramme gebunden. Für die Zeit danach können wir auch über gezielten Kräuteranbau reden. Das Interesse einiger Landwirte ist groß, allerdings ist der Teeanbau sehr arbeitsintensiv", sagt Krametter. Dennoch sind einige bäuerliche Betriebe voll in das Projekt integriert. Elisabeth Diex sieht Chancen, den Tee am Markt zu etablieren. "Wir haben die ersten Tees verkauft und gesehen, dass Kräutertees gut ankommen", sagt Diex, die ein ehrgeiziges Ziel anstrebt: "Wir wollen versuchen mit der Natur zu heilen, ohne dabei zu übertreiben."

Wunsch des Dalai Lama

Die angehenden Teebauern sehen Tee als ideales Sommergetränk, man will also nicht nur Weihnachtsmärkte beliefern. Elisabeth Diex und Michaela Reißner verfügen über alte Aufzeichnungen von Bäuerinnen, die verraten, wie welche Kräuter traditionell einzusetzen sind. Auch auf diesem Wissen soll aufgebaut werden. Erwin Krametter: "Im Grunde setzen wir eine Anregung um, die vom Dalai Lama persönlich kam. Es war sein Wunsch, hier in Hüttenberg Kräuter zu ziehen, die in der tibetischen Medizin zum Einsatz kommen." Auch eine Zusammenarbeit mit dem medizinischen Institut Men-Tse-Kang des Dalai Lama wird angestrebt.

Das Ziel der Löllinger ist klar definiert. Im Jahr 2022 soll Lölling wirtschaftlich "blühen". Teeanbau und Teeernte sollen Arbeitskräfte ins Tal holen und die Region beleben. Momentan wird aber gesammelt, was die Natur hergibt. Besonders die Löwenzahnblüten sind aktuell hoch im Kurs. Man sagt der Pflanze schleimlösende Eigenschaften und blutreinigende Wirkung nach. Und auch Birkenblüten, Gänseblümchenblüten und vieles mehr landen derzeit in den Körben der Sammler, die sie dann zu Tee verarbeiten.

Übrigens: Heute von 10 bis 12 Uhr laden die Kräuter-Pioniere zur Kräuterwanderung bei Renate Winterling in Lölling.

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Fakten:

  • Derzeit. Momentan sammeln die Teebauern die Kräuter in der Natur. Ab kommendem Jahr soll auch angebaut werden

    Geplant. Bis 2022 sollen sich Teeanbau und -ernte in Lölling etabliert haben und Arbeitskräfte und Wertschöpfung bringen

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