24. November 2014, 09:32 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 05.03.2013 um 20:32 UhrKommentare

Vorzug nur für den Wahlsieger

SPÖ-Chef Peter Kaiser wurde auch Vorzugsstimmen-Kaiser. Beide Landeshauptmannvize für die Roten. Frauen ziehen für Schwarz, Orange und Grün in den Landtag.

Foto © Traussnig

Die Stärke, mit der die SPÖ und Peter Kaiser am Sonntag vom Wähler ausgestattet worden sind, wird sich in der Landesregierung ganz besonders zeigen. Nicht nur, dass die Roten wieder drei Regierungssitze (von insgesamt sieben) haben, sie stellen damit den Landeshauptmann sowie den Ersten und den Zweiten Landeshauptmannstellvertreter.

Diese (seltene) einfarbige Konstellation gibt es laut Landtagsamtsdirektor Robert Weiß deshalb, weil die SPÖ mit 37,1 Prozent mehr als doppelt so stark ist wie die zweitplatzierte FPK mit 16,9 Prozent. Wobei das Gesetz die Möglichkeit für eine Vereinbarung bietet. Theoretisch könnte die SPÖ einen Landeshauptmannvize an eine andere Partei, einen Koalitionspartner, abgeben. Das müssen dann allerdings die drei stärksten Parteien in der Regierung so festlegen. Beispielhaft könnte das bedeuten: Wenn die SPÖ der ÖVP einen Landeshauptmannstellvertreter abgibt, muss FPK-Landesrat Christian Ragger dem zustimmen. Wer neben Kaiser und Beate Prettner drittes SPÖ-Regierungsmitglied wird, ist noch offen.

SPÖ hält sich bedeckt

Im Landtag bedeutet das Wahlergebnis, dass der SPÖ die Besetzung des Ersten und des Zweiten Landtagspräsidenten zusteht, der Dritte Landtagspräsident fällt der FPK als zweitstärkster Partei zu. Josef Lobnig soll vom Ersten auf den Dritten Präsidentensitz wechseln. In der SPÖ gibt man sich noch bedeckt. Mit Rudolf Schober und Reinhart Rohr wird für die Präsidentensessel spekuliert, Günter Leikam oder Klaus Köchl könnten SPÖ-Klubobmann werden.

Eifrig haben die Wähler am Sonntag Vorzugsstimmen vergeben. Die Vorreihung eines Kandidaten von einem hinteren Listenplatz auf ein Direktmandat im Landtag ist allerdings via ausreichender Namensnennungen (3270 wären im Wahlkreis Klagenfurt notwendig gewesen) nur ein einziges Mal gelungen: Peter Kaiser kann 4776 Stimmen für sich verbuchen. Das Landtagsmandat wird er nicht besetzen: Er wird Landeshauptmann. Beate Prettner kam auf 1212 Nennungen. Der Grüne Rolf Holub verbuchte 2885 Stimmen. In der ÖVP kam Wolfgang Waldner auf 1556 Stimmen, der Moosburger Bürgermeister Herbert Gaggl auf 2018, Gabriel Obernosterer auf 1508. In der 2000er-Liga war auch Gerhard Dörfler (FPK) mit 2218 Stimmen. Zum Vergleich: Kurt Scheuch erhielt 665. BZÖ-Spitzenkandidat Josef Bucher wurde 882 Mal genannt. Gerhard Köfer vom Team Stronach, bei früheren Wahlen als SPÖ-Kandidat bei Landtags- wie Nationalratswahlen mehrmals Vorzugsstimmensieger, kam diesmal nur auf 1251 Nennungen.

D rei Parteien haben ihre Landtagsmannschaft schon fast komplett: ÖVP, BZÖ und Grüne. Für die Schwarzen ziehen Karin Schabus, der bisherige Klubchef Ferdinand Hueter, der bisherige Abgeordnete Franz Wieser und Bürgermeister Gaggl fix in den Landtag ein; Wirtschaftsbunddirektor Markus Malle, wenn ÖVP-Chef Gabriel Obernosterer auf sein Mandat verzichtet.

Die zwei Mandate des orangen BZÖ werden von Bezirksschulrätin Johanna Trodt-Limpl und Landesgeschäftsführer Willi Korak eingenommen.

Und bei den Grünen gelten als fix: die bisherige Abgeordnete Barbara Lesjak, Zalka Kuchling und Reinhard Lebersorger. Die übrigen zwei Sitze sollen nach Maßgabe der fachlichen Qualifikation vergeben werden.

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