26. November 2014, 22:40 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 24.02.2013 um 20:34 UhrKommentare

Wer Hand am Zukunftsfonds hat

Wie ist das Geld des Zukunftsfonds überhaupt angelegt? Drei Investmentfirmen matchen sich dabei, 530 Millionen Euro zu veranlagen. Der Großteil steckt in Staatsanleihen.

Foto © KLZ/Weichselbraun

Wie ist das Geld des Zukunftsfonds überhaupt angelegt? Das interessiert nicht nur Gerhard Köfer (der das als Politiker wissen sollte), wie bei der Podiumsdiskussion der Spitzenkandidaten mit der Kleinen Zeitung.

10,7 Millionen Euro an Zinsen wurden im Berichtsjahr 2011 für die rund 530 Millionen Euro im Zukunftsfonds erlöst. Das sind rund zwei Prozent. Für den fünfjährigen Schnitt werden von Aufsichtsratschef Werner Wutscher 3,1 Prozent Zinserlös angegeben. Für 2012 liegt bisher noch keine offizielle Bilanz vor.

Die zwei Prozent Zinsen sind nicht berauschend, aber bei volatilen Finanzmärkte solide. Zumal die Landesholding-Vorstände Hans Schönegger und Ulrich Zafoschnig den Gesetzesauftrag zur Substanzerhaltung haben. Mehr noch: Bis Ende 2019 müssen sie zu 500 Millionen Euro Kernkapital auch 20 Millionen Euro "Schwankungsreserve" zur Liquiditätsabsicherung bilden.

Woher die zwei Prozent Zinsen kommen? Rund drei Viertel der 530 Millionen sind laut Vorstand Zafoschnig in deutschen, österreichischen und niederländischen Staatsanleihen veranlagt, die zwar wenig abwerfen, aber als sicher gelten. Auch der Rest sei laut Wutscher "extrem konservativ" in Fonds und geringem Aktienanteil angelegt. Wutscher: "Es ist ein gutes Modell. Wir haben hier Vorbildfunktion."

Das Geschäft mit der Veranlagung der 500 Millionen machen drei Investmentfirmen, die sich bei der Anlagestrategie matchen: die Raiffeisen Capital Management (RCM), die Deka Investment, die Eigentum der deutschen Sparkassen ist, sowie die Security Kapitalanlage AG, die der Capital Bank der Grazer Wechselseitigen (Grawe) gehört. Im Anlagebeirat werden Schönegger und Zafoschnig von Enzo De Cillia, Steuerberater Hubert Huber und Walter Penker (Kelag) beraten.

Für Aufsichtsrat Christian Leyroutz macht der Zukunftsfonds "mit einer Verzinsung zwischen einem und zwei Prozent wirtschaftspolitisch keinen Sinn, wenn wir zugleich höhere Zinsen für Landesschulden zahlen." Der FPÖ-Obmann und Kandidat auf der FPK-Liste plädiert für Schuldentilgung. "Binnen zwei Monaten wäre der Zukunftsfonds auflösbar." Laut Zafoschnig braucht das aber zwei Jahre. Wutscher: "Einfach auflösen wird sich so nicht spielen."

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