26. November 2014, 18:36 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 05.02.2011 um 19:55 UhrKommentare

Afrika-Hilfe für Kinder und Frauen

Die Kärntner Caritas konnte in Nairobi eine neue Schule für hundert Kinder eröffnen. Und im Norden Ugandas entstand ein Sozialzentrum.

Foto © KK/Caritas

Korogocho ist das größte Slumviertel in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Rund 120.000 Menschen leben hier auf einer Fläche von einem Quadratkilometer. Korogocho steht für Armut, Gewalt, Kriminalität und Aids, aber auch für den Überlebenswillen der Bewohner. Seit fünf Jahren baut die Südtiroler Franziskaner-Schwester Lydia Pardeller (74) gemeinsam mit Peter Quendler von der Kärntner Caritas hier kontinuierlich ein funktionierendes Bildungssystem auf. Fünf Schulen sind entstanden, vier durch Unterstützung der Caritas und der Kärntner Spender. "Jetzt konnten wir die Clara-Schule eröffnen, in der hundert Kinder betreut werden. Insgesamt stehen rund tausend Kinder und Jugendliche unter der Obhut von Schwester Lydia", freut sich Quendler.

In der Schule lernen die Kinder nicht nur lesen, schreiben und rechnen. Sie erhalten zweimal täglich eine warme Mahlzeit. "Durch die ganztägige Betreuung bringt man die Jugendlichen von der Straße weg", sagt Quendler. Darüber hinaus gibt es ein Jugendzentrum, wo Theater gespielt, gemeinsam gesungen und getanzt wird. Außerdem erhalten die Jugendlichen eine Computerausbildung. "Schwester Lydia ist bestrebt, dass jeder ihrer Schützlinge einen Beruf erlernt. Angeboten werden Ausbildungen zur Sekretärin, zum Koch oder zum Mechaniker", erklärt Quendler. "Durch die Ausbildung erhalten die Jugendlichen die Möglichkeit, aus dem Teufelskreis von Armut, Krankheit und Arbeitslosigkeit auszubrechen."

Trotz ihrer angeschlagenen Gesundheit schmiedet Schwester Lydia Zukunftspläne. Sie will ein Stück fruchtbaren Landes kaufen, auf dem Gemüse und Obst angebaut und Hühner gezüchtet werden. "Diese Gärten sollen von den Eltern der Schüler bewirtschaftet werden. Der Ertrag dient der eigenen Versorgung, Überschüsse werden verkauft", weiß Quendler, der sich von der erfolgreichen Umsetzung der Projekte erst unlängst in Kenia persönlich überzeugt hat.

Nähen & Gartenarbeit

Die Afrika-Reise führte den Caritas-Mitarbeiter weiter nach Uganda, wo er im Osttiroler Missionar Leonhard Wiedemayr einen seit Jahrzehnten mit der Kärntner Caritas verbundenen Partner traf. Pater Leonhard (80) hat sein Domizil in der Provinz Kotido im Norden des Landes aufgeschlagen. Im Ort Loyora konnte jetzt ein Sozialzentrum eröffnet werden. "Die Zielgruppe sind Frauen, die hier vom Nähen bis zum Gartenbau ausgebildet werden", sagt Quendler. Ein eigenes Einkommen sichert den Frauen Unabhängigkeit - obwohl die Verwirklichung dieser Ziele gerade im abgelegenen Norduganda nicht einfach ist. "Es gibt kaum Touristen, denen man Handarbeiten verkaufen kann. Und was das Gärtnern angeht, so liegt das Problem darin, dass das Land sehr trocken ist", kennt Quendler die Problematik. Die aktuelle Lebenssituation der Frauen und ihrer Familien kann durch das Engagement Pater Leonhards aber dennoch verbessert werden.

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