22. Dezember 2014, 02:31 Uhr | Aktualisiert vor - min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 18.01.2011 um 20:44 UhrKommentare

Breite Front gegen Ende für Wehrpflicht

Kärntner Offiziere sind von Modellen zur Heeresreform wenig begeistert. Sie fordern eine klare Festlegung der zukünftigen Aufgaben des Österreichischen Bundesheers.

Foto © APA/Symbolbild

Einen Beliebtheitswettbewerb bei aktiven und ehemaligen führenden Bundesheeroffizieren in Kärnten wird Verteidigungsminister Norbert Darabos nicht mehr gewinnen. Reformbedarf beim Militär besteht, darüber herrscht Konsens. Auf wenig Gegenliebe stoßen die sieben Varianten für die Zukunft des österreichischen Wehrsystems.

Intelligenzquotient sinkt

Abschaffung der Wehrpflicht? Freiwilligenheer? Reines Berufsheer? "Das ist zweitrangig. Wichtig ist eine neue Sicherheitsdoktrin - welche Herausforderungen warten überhaupt?", sagt Günter Polajnar, Brigadier im Ruhestand. Der frühere Kärntner Militärkommandant Gerd Ebner ist gegen die Abschaffung der Wehrpflicht, würde die Ausbildung aber zielorientierter gestalten. "Ein Berufsheer in entsprechender Zahl wäre sicher teurer." Ob sich bei einem neuen System genügend Freiwillige finden würden, bezweifelt Ebner. Rudolf Thurner, Brigadier der Miliz, befürchtet, dass die Qualität zurückgehen würde. "Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass der Intelligenzquotient der Bewerber sinkt." Thurner fordert eine klare Festlegung der Aufgaben des Bundesheeres. "Und das Milizsystem sollte gestärkt werden, mehr Übungen wären wichtig."

Das Militärkommando Kärnten war in die Ausarbeitung der präsentierten Modelle nicht eingebunden, bestätigt Presseoffizier Helmut Sadnikar. Die Pläne werden deshalb nicht kommentiert. "Wie es weitergeht, entscheidet die Politik." Von Standortschließungen und Streichung von Garnisonen ist auszugehen. Reaktionen aus der Kärntner Politik: Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) spricht von "halbfertigen Konzepten". Reform ja, die Wehrpflicht abschaffen ist für Dörfler aber kein Thema. SPÖ-Chef Peter Kaiser unterstützt seinen Parteikollegen Darabos. Ein "Freiwilligenheer" könne die "derzeit vorstellbaren Einsätze" abdecken.

  • Druckbare Version anzeigen
  • E-Mail

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

» Kommentar erstellen

Wir weisen darauf hin, dass dieses Forum nicht moderiert wird. Als Nutzer stimmen Sie der Speicherung der von Ihnen angegebenen Daten (Stamm-, Verkehrsdaten, etc.) ausdrücklich zu. Bei der Erstellung von Kommentaren haben Nutzer rechtliche Bestimmungen (zB Privat-, Strafrecht), die Netiquette und Forenregeln einzuhalten. Beschimpfungen, Verspottungen, Belästigungen, Ehrbeleidigungen, etc. sind daher verboten! Beiträge, die diesen Bestimmungen zuwiderlaufen, werden bei Kenntnis gelöscht, Nutzer allenfalls gesperrt. Die angegebenen Daten werden an staatliche Stellen (zB Polizei, Gericht) bei Untersuchung von vom Nutzer verbreiteten Materialien, oder sonst vorgenommenen ungesetzlichen Aktivitäten, weitergegeben. Weiters werden angegebene Daten (Name, Postanschrift und E-Mail-Adresse, jedoch keine Handynummer) an sonstige Dritte bei Verletzung von Rechten oder sofern deren Rechtsverletzung nachvollziehbar behauptet wird (zB gem. § 18 Abs. 4 ECG), weitergegeben. Mit der Erstellung von Kommentaren stimmen Sie dem ausdrücklich zu und verzichten auf die Geltendmachung von jeglichen Ansprüchen. Siehe dazu auch unsere Forenregeln/Betriebsbedingungen in den AGB.

Wartungsarbeiten

  • >> Liebe User!
    • Auf unserer Website gibt es einige Neuerungen. Wichtige Informationen dazu finden Sie HIER.
    • Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: feedback@kleinezeitung.at
      Ihr Kleine Zeitung Team

Nachrichten aus Ihrer Region

  • Um zu den Berichten aus Ihrer Region zu gelangen, klicken Sie bitte in die Karte.


Hypo-Special

  • Hintergründe, aktuelle Entwicklungen und Analysen zur Hypo.