24. November 2014, 03:55 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 19.01.2013 um 05:10 UhrKommentare

Wehrpflicht? Drei Ja, zwei Nein, ein Boykott

Wie die Kärntner Spitzenkandidaten für die Landtagswahl bei der Volksbefragung zur Wehrpflicht stimmen und wie sie ihre Positionen begründen. Mit einer Ausnahme haben alle Bundesheer-Erfahrungen.

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Gerhard Dörfler (FPK): Für die Kostbarkeit Zivildienst

Gerhard Dörfler, FPK-Spitzenkandidat, stimmt als Verfechter der Wehrpflicht und "der Kostbarkeit Zivildienst" für deren Beibehaltung. Auch weil es damit "um die Beibehaltung von Werten geht", wenngleich das Bundesheer eine Reform bräuchte. Dörfler hat als junger Ehemann und Vater acht Monate gedient, war Funker in Villach; mit der Möglichkeit, einen Teil der Dienstzeit zum Leichtathletiktraining zu verwenden. "Nach meiner Zeit beim Heer wurde ich österreichischer Meister."

Peter Kaiser (SPÖ): Gegen Konzept der Vergangenheit

Peter Kaiser, SPÖ-Spitzenkandidat, stimmt für die Einführung eines Berufsheeres und das bezahlte freiwillige Sozialjahr. Die Wehrpflicht habe in der Vergangenheit, in der es kein Friedensprojekt EU gab, Sinn gehabt. Heute entspräche es nicht einem modernen Land, junge Männer zum Wehrdienst zu zwingen. Das freiwillige soziale Jahr sieht er als Chance auch für Frauen. Kaiser rüstete nach acht Monaten als Gefreiter ab, war Soldatensprecher, später Mitglied der Zivildienstkommission.

Rolf Holub (Grüne): Klares Nein zum Zwangsdienst

Rolf Holub, der Grünen-Spitzenkandidat, war in den 70er-Jahren einer der ersten Zivildiener in Kärnten. Als Beifahrer in Rot-Kreuz-Rettungswägen habe er "viel Blut abbekommen". Zehn Jahre lang war er in der Folge freiwilliger Rot-Kreuz-Helfer. Weil Gewaltfreiheit immer schon eine grundlegende grüne Position ist, stimmt Holub "gegen den Zwangsdienst und für das Berufsheer. Auch ein Orchester, das alle sechs Monate neue Musiker kriegt, hat nicht die Perfektion, die es braucht."

Gabriel Obernosterer (ÖVP): Ein ja zur Fortsetzung des jetzigen Systems

Gabriel Obernosterer, Nummer eins der ÖVP für die Landtagswahl, wird das Kreuzerl bei der Beibehaltung von Wehrpflicht und Zivildienst setzen. "Weil es ganz wichtig ist, dieses System, das auch auf Eigeninitiative setzt, aufrechtzuerhalten", lautet seine Begründung. Der Lesachtaler diente sechs Monate als Pionier beim Heer in Villach-Seebach, er agierte zudem als Soldatensprecher. In Summe zwei Monate war Obernosterer später im Reservedienst.

Josef Bucher (BZÖ): Boykott, weil die Informationen fehlen

Josef Bucher, Nummer eins des BZÖ für die Landtagswahl, boykottiert die Volksbefragung: "Weil SPÖ und ÖVP nicht informiert haben, welche finanziellen und sicherheitspolitischen Auswirkungen ihre Konzepte haben. Beide hantieren zudem mit völlig unterschiedlichen Zahlen." Bucher war acht Monate beim Bundesheer, ist als Gefreiter abgerüstet. Er war Leiter der Unteroffiziersmesse, also zuständig für Service und Küche in der Klagenfurter Windischkaserne.

Gerhard Köfer (Team Stronach): Soldatensohn stimmt für die Wehrpflicht

Gerhard Köfer, Spitzenkandidat des Teams Stronach, wird für die Wehrpflicht stimmen und damit gegen die Position Frank Stronachs: "Als Bürgermeister einer Garnison muss man sich für den Standort starkmachen. begründet der Spittaler. Köfer hat 1979/80 dort beim Jägerbataillon 26 gedient. Das Militär liege bei ihm in der Familie: "Mein Vater war Berufssoldat." Anderer Meinung als Stronach zu sein, sei kein Problem: "Klubzwang gibt es keinen."

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