24. November 2014, 18:48 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 04.01.2013 um 20:32 UhrKommentare

Eine kleine Branche wird groß

Die IT-Branche in Kärnten wächst zu einem immer größeren Arbeitgeber heran. Rund 1000 Firmen gibt es bereits in diesem Bereich.

Foto © GDK

Die "more&g e-Health GmbH" aus Grafenstein konnte gerade erst den Beratungs-Staatspreis für sich verbuchen (siehe links), die "PSP GmbH" aus Feldkirchen hat ein neuartiges Messsystem zur Überwachung von Straßenbrücken entwickelt und dafür 2011 den "Constantinus", Österreichs Beratungs- und IT-Preis, erhalten. Für ein Projekt im Bereich Betreuung und Hauskrankenpflege hat die im Klagenfurter Lakeside Park angesiedelte "ilogs mobile software GmbH" ebenfalls beim "Constantinus" gepunktet. Und die Liste jener Kärntner IT-Unternehmen, die für diesen Preis schon einmal nominiert waren, ist lang.

Rund 1000 Firmen gibt es in Kärnten, die sich mit dem Thema Informationstechnologie beschäftigen. "Jeden Tag kommen ein bis zwei weitere dazu. Alleine im Lakeside Park haben sich einige tolle Firmen angesiedelt", sagt Martin Zandonella, Sprecher der IT-Firmen in der Fachgruppe Unternehmensberatung und Informationstechnologie der Wirtschaftskammer. Viele kleine Firmen, die in Summe ein großer Arbeitgeber in Kärnten sind. "Inklusive der Freiberufler finden hier 5000 Menschen Arbeit. Und zählt man auch die Jobs, die unmittelbar von diesen abhängen, sind es in Kärnten rund 16.000", erklärt Zandonella, selbst Geschäftsführer der "Net4You Internet GmbH". Jeder zusätzliche IT-Job generiert in Summe 4,2 Jobs, heißt es in einer Studie von Volkswirt Gottfried Haber.

"Die Zukunft gehört den Spezialisten, die technische und wirtschaftliche Prozesse verknüpfen können, teamfähig sind und kundenorientiert arbeiten", sagt Zandonella. Davon gibt es aktuell nur leider zu wenige. Weil diese Berufe bei den jungen Leuten noch zu wenig nachgefragt werden, und weil viele der Absolventen Kärnten verlassen. 200 solcher Spezialisten werden in diesem Jahr gesucht. "Wir sind eine der wenigen Branchen, die jobmäßig wirklich stark wachsen könnte. Und auch die Gehälter sind durchaus ein Anreiz", erklärt Zandonella.

Um einen Wettbewerbsvorteil herauszuholen, werde es künftig immer wichtiger sein, innovative Unternehmen vor Ort zu haben. Damit die Absolventen der HTL, Fachhochschulen und Universitäten wissen, bei welchen Firmen Jobs zu haben sind, sei es geplant, 2013 eine Job- und Projektbörse einzurichten.

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Fakten

  • Frauen in der IT noch immer eher Seltenheit
    Spezialisten in Sachen IT können nach der Ausbildung quasi mit einer Jobgarantie rechnen. Trotzdem ist der Frauenanteil in dieser Sparte noch immer gering. "Nimmt man die echten IT-Spezialisten, also Ingenieure und Diplom-Ingenieure, sind darunter im Schnitt nur rund 14 Prozent Frauen", sagt IT-Sprecher Martin Zandonella.

Fakten

  • Gründe, warum es an Fachkräften mangelt
    Eine Studie der Universität Klagenfurt hat sich mit dem Fachkräftemangel in der IT-Branche beschäftigt. Die befragten Unternehmen geben an, dass die Gründe dafür vor allem unpassende Qualifikationen, zu wenig Ausbildungsstätten sowie viel zu hohe Gehaltsvorstellungen sind.

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