29. November 2014, 07:16 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 03.01.2013 um 19:16 UhrKommentare

Jungunternehmer von Förderungen abhängig

Die Stimmung unter Österreichs Jungunternehmern ist verhalten. Nur 15 Prozent erwarten 2013 laut aktueller Umfrage eine Verbesserung. Von Christiane Canori

Foto © Puch

Unter den heutigen Rahmenbedingungen würde ich mich nicht mehr selbstständig machen", sagt Brigitte Truppe. Die Landesvorsitzende der "Jungen Wirtschaft" in Kärnten gründete vor acht Jahren die Event- und Modelagentur "perfect". Mit "Rahmenbedingungen" meint sie, dass es für Jungunternehmer zunehmend schwierig ist, eine Finanzierung auf die Beine zu stellen. Truppe: "Die Banken haben Angst, Jungunternehmern ohne Sicherheiten einen Kredit zu geben."

Aus diesem Grund will die "Junge Wirtschaft" in Österreich künftig verstärkt nach Finanzierungsalternativen suchen. Das kündigte Bundesvorsitzender Markus Roth gestern an. Laut einer aktuellen Umfrage des market-Institutes blicken Österreichs Jungunternehmer trotz Wirtschaftskrise optimistisch in die Zukunft. Wenn auch verhalten. 15 Prozent der heimischen Jungunternehmer erwarten sich 2013 eine Verbesserung ihrer Situation. Im Sommer waren es um vier Prozent mehr. 46 Prozent gehen von einer gleichbleibenden Entwicklung aus, 36 Prozent befürchten eine Verschlechterung. "Man erwartet sich aber, dass die Politik endlich handelt und entschlossene Schritte zur Verbesserung des momentanen wirtschaftlichen Umfeldes und zur Lösung der Krise setzt", sagt Bundesvorsitzender Roth.

Restriktive Kreditvergabe

Da die Krise in der Eurozone zu einem Rückgang bei der Kreditvergabe geführt hat, sind immer mehr Start-ups in Österreich von Förderungen abhängig. Ein Lied davon kann Helmut Guggenbichler, Geschäftsführer der "Augmensys GmbH" mit Sitz in Klagenfurt, singen. Im Juli 2011 hat er sich mit seinem Geschäftspartner Jürgen Kneidinger selbstständig gemacht. "Trotz eines lässigen Businessplans bekommst du von der Bank nichts. Das war bei uns schon so", sagt Guggenbichler. Mit Eigenmitteln und Förderungen schaffte der 43-Jährige schlussendlich den Weg in die Selbstständigkeit.

In Kärnten gab es im Vorjahr rund 2000 Unternehmensneugründungen. Unterstützung gibt es für sie vom Gründer- und Unternehmerservice der Wirtschaftskammer Kärnten und vom Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF). Zumeist sei die Förderung, so KWF-Vorstand Sandra Venus, eine Kombination aus Darlehen, Haftungen und nicht rückzahlbaren Zuschüssen.

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