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Zuletzt aktualisiert: 17.11.2012 um 20:44 UhrKommentare

Neues Sozialjahr-Modell ist auch in Kärnten umstritten

600 neue Jobs im Sozialbereich würde Kärnten bekommen, jubelt die SPÖ. Von FPK und ÖVP wird das aber bezweifelt.

Foto © AP

Eine heftige Diskussion hat auch in Kärnten das Modell des "Sozialjahres" ausgelöst, das am Donnerstag von Sozialminister Rudolf Hundstorfer im Hinblick auf die mögliche Abschaffung von Wehrpflicht und Zivildienst präsentiert wurde.

SPÖ-Chef Peter Kaiser hat das Modell wenig überraschend als "besten sozialpolitischen Vorschlag seit der Einführung des Pflegegeldes" bezeichnet. Er verweist darauf, dass das Sozialjahr 8000 Arbeitsplätze in Österreich bringen würde. Davon würde Kärnten 600 neue Jobs bekommen, freut sich Kaiser.

Die Rechnung von Sozialreferent Christian Ragger (FPK) bringt ein anderes Ergebnis. Er meint, dass nur 450 bis 480 soziale Posten für Kärnten vorgesehen seien: "Das wären 120 bis 150 Beschäftigte weniger als derzeit im Zivildienst tätig sind." Die müssten in Spitälern, Pflegeheimen und beim Roten Kreuz ersetzt werden. Für das Land würden zusätzliche Kosten von etwa drei Millionen Euro entstehen. Größter Verlierer bei der Verwirklichung des Sozialjahres wäre nach Ansicht Raggers der ländliche Raum, weil Betriebshilfen für Bauernhöfe nicht mehr vorgesehen sind. Ragger: "Die Bundesländer werden sich keine zusätzlichen Kosten aufbürden lassen."

ÖVP-Obmann Gabriel Obernosterer vertritt die Argumentationslinie der Bundespartei und spricht sich ebenfalls für die Beibehaltung von Wehrpflicht und Zivildienst aus. "Das soziale Jahr untergräbt die Freiwilligkeit. Denn bei diesem Modell machen zwei die gleiche Arbeit, der eine wird bezahlt, der andere nicht."

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