Zuletzt aktualisiert: 30.10.2015 um 10:51 UhrKommentareUmfrage

Der Papst ist beliebt, der Kirchgang nicht

Die Österreicher wenden sich von der Kirche ab, mögen aber den Papst: 55 Prozent haben eine gute Meinung von Franziskus. Aber nur noch sieben Prozent nehmen regelmäßig am Gottesdienst teil.

Papst Franziskus Foto © AP

Unter Johannes Paul II. und Benedikt XVI. war nur maximal ein Viertel der Österreicher der Ansicht, dass der Papst Verständnis für die heutigen Probleme habe. Die Hälfte verneinte das. Unter Franziskus hat sich dieses Bild gründlich gewandelt: 41 Prozent attestieren ihm Verständnis für aktuelle Fragen, nur 28 Prozent sprechen es ihm ab. Das geht aus einer IMAS-Umfrage hervor, die am Freitag präsentiert wurde.

55 Prozent der Österreicher und 60 Prozent der deklarierten Katholiken haben vom derzeitigen Papst eine gute Meinung, schlecht denken nur elf Prozent von ihm. Dabei zeigt sich ein starkes Altersgefälle: 71 Prozent der Über-60-Jährigen, aber nur 40 Prozent der Unter-35-Jährigen sind dem Kirchenoberhaupt wohlgesonnen.

Leere Kirchenbänke

Aber auch wenn die Umfragewerte des Pontifex noch so gut sind - die Kirchenbänke bleiben immer öfter leer. Der Anteil der Gottesdienst-Verweigerer hat sich seit 1973 von 21 auf 42 Prozent verdoppelt. Umgekehrt sieht die Entwicklung bei den regelmäßigen Messbesuchern aus: Zählten sich 1973 noch 25 Prozent zu dieser Gruppe, sind es jetzt nur mehr sieben Prozent.

Von jenen Befragten, die christlichen Glaubens sind, gaben 36 Prozent an, dass sie sich zwar als Christen fühlen, ihnen die Kirche aber nichts bedeutet. Drei von zehn haben ihre "eigenen Ansichten über Gott und brauchen keine Bibel und keine Kirche". 24 Prozent halten der Kirche die Treue, obwohl ihnen Einiges an ihr nicht gefällt. Als gläubige Mitglieder, die brav zur Lehre stehen, bezeichneten sich nur zwölf Prozent. Fünf Prozent stehen der Kirche mit Ablehnung gegenüber.

 

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11 Kommentare

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kkII am 30.10.2015 20:39 Kommentar melden

kkII

Und die Priester, die noch für volle Gotteshäuser sorgen, werden "entsorgt", sie feiern ja nach dem tridentinischen Ritus, spenden NICHT das Allerheiligste Sakrament des Altares und lassen das Aufstellen des "Volksaltares" NICHT zu!!! Siehe das "Umgliedern" der Militärseelsorge unter dem "Meister des Stuhles" ...., der sich sogar weigerte, das Zwiegespräch mit hohen Offizieren zu führen. --- Mit dem Volksaltar wollte man mehr Leute in die Kirche bringen, das Ergebnis .... Und der Katholik möge das päpstliche Dokument aus 2006 lesen (Communicationes 38, Seite 175 - 177). Auch die röm.kath Kirche mit ihren UN-Würdeträgern (nicht alle, aber VIELE) muss ihr Handeln gegenüber ihren Gläubigen ÜBERDENKEN!!!
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Steke am 30.10.2015 19:14 Kommentar melden

Beliebigkeitskirchen

Je mehr sich auch die r.k. Kirche als immer mehr Beliebbihkeitskirche entwickelt, wie schon immer die Hunderte (!) von protestantischen, etwa in den USA und sonst wo in der vor allem englischsprachigen Welt, umso weniger suchen dort "die Menschen" einen Halt und eine Weisung.
Wer sich nur die Ideen von "Wir sind Kirche" durchliest fragt sich eben, warum diese Leute nicht schon längst bei den Protestanten sind? Ach so, noch immer übt die r.k. Kirche einen gewissen Einfluss (politisch) in Österreich aus und da wollen diese "Wir sind Kirche"-Leute halt am Trittbrett mit fahren.

Auch nur ob die r.k. Kirche bei uns in ganz Europa ein ideeles Bollwerk gegen die zunehmende Islamisierung wäre getraut sich doch schon niemand den Kardinal im Wiener Erzbischöflichen Palais zu fragen. Da wird nur von "gemeinsamen abrahamitischen Wurzeln" herum gesülzt - während EU-weit der wahre Islam sich in Parallelgesellschaften ausbreitet wie Öl auf dem Wasser.
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Sokrates42 am 30.10.2015 14:47 Kommentar melden

Herr von Menschen im Stillen gewählten Papst:

Verstand beginnt mit einem lebensbejahenden Atheismus. Er befreit die Seele von Aberglauben, Schrecken, Duckmäusertum, gemeiner Willfährigkeit und Heuchelei und schafft Raum für das Sternenlicht des Himmels.
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Hohenwanger am 30.10.2015 14:26 Kommentar melden

Wer nicht kann wie er will

der sollte dann wie er kann.
Warum hat die Kirche den Kapitalismus erfunden und fördert diese auch im Bestand. Obwohl er gottlos ist.
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Aristokritos am 30.10.2015 13:23 Kommentar melden

Kein Wunder

Der Papst ist beliebt, er hat wirklich Unterhaltungswert in jeder Hinsicht, die Sonntagsmesse ist das pure Gegenteil: Scheinbar Fadesse pur, denn vom inneren Sinngehalt des Christentums hat sich das sich noch immer christlich nennende Europa weit entfernt, innerlich leer schätzt es nur den Eventcharakter.
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xnots1109 am 30.10.2015 13:20 Kommentar melden

Leere Kirchenbänke..

habe letztens wieder einer paar Messen in verschiedenen Pfarren beigewohnt. Kann man die Pfarrer nicht einmal auf einen Rhetorikkurs schicken? Das ist ja furchtbar wie die während der Messe ohne Nuancen, ohne Pausen, ohne Spannung, Tonlagen und dgl. aus der Bibel vorjammern. Und es ist teilweise ja interessant was der Pfarrer während der Predigt oft erzählt, wenn man nur verstehen würde was die da zusammennuscheln oder herunterleiern. Warum hier nicht einmal ein bisschen einen "Pepp" hineinbringen? Mit allem in der Kirche muss man ja auch als Christ nicht einverstanden sein.
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joschi41 am 30.10.2015 13:05 Kommentar melden

Statistik

Die r.k. Kirche wird weiter schrumpfen, weil sich die Menschen nicht länger von einer autoritären Männerkirche gängeln lassen wollen, zumal sich diese längst von der Jesuanischen Lehre entfernt hat. Die Männer sind schon lange ausgezogen, die Jugend bricht gerade weg und als nächstes werden die Frauen die Kirchentüre hinter sich zu machen. Keine guten Aussichten für die Herren in Frauenkleidern.
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Antwort von lucavaldesi am 30.10.2015 13:12 Kommentar melden

Statistik

Sie sprechen hier über die Situation in Ö.
Weltweit gesehen nimmt der Anteil der Katholiken zu!
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Antwort von jsr9832 am 30.10.2015 16:11 Kommentar melden

Richtig

Denn wenn ich sonntags in die Kirche gehe, gibt es 3 Messen hintereinander und auch am Samstag- und Sonntag Abend, und immer VOLL ( ca. 300 -400 Kapazität)
In einer Mittlegrossen Stadt in Florida.
Europe wird auch deshalb untergehen, weil es keinen Glauben mehr gibt, der gegen den Islam standhalten kann.
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hakre am 30.10.2015 12:24 Kommentar melden

ja leider ist das christliche Europa schon sehr weit weg von christlichen Grundhaltungen. für sehr vielen "gläubigen" ist christliches leben . gebet - miteinander feiern ...nichts mehr. sie brauchen ihren Gott nur dann, wenn es ihnen schlecht geht
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GORDON21 am 30.10.2015 12:15 Kommentar melden

Der Papst.....

....ist für mich völlig nachvollziehbar!
Der Papst ist offensichtlich ein guter Mensch, wie es viele gibt... sonst wäre ein Miteinander gar nicht möglich!
Was dagegen ist die Kirche, ein gebündeltes, krampfhaftes Festhalten an der größten Lüge der Menschheit durch alte, verknöchert denkende, vielfach sexuell Gestörte, die sich niemals outen!! Denen zu glauben und zu folgen ist genauso gestört, wie die Protagonisten im Vatikan!
Gordon Kelz
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