24. November 2014, 07:50 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 07.02.2013 um 21:50 UhrKommentare

Pfeil im Logo, Perle im Konzern

Skoda greift an: Die tschechische VW-Tochter fährt derzeit ein Programm, dass der Branche die Spucke wegbleibt. Die Tschechen liefern mittlerweile für viele schon den wahren Volkswagen.

Foto © Skoda

Einen Skoda zu fahren, war jahrzehntelang nicht besonders sexy. Aber dann kam Volkswagen - und Ferdinand Piëch. Der VW-Patriarch holte in den Neunziger-Jahren die Ost-Marke aus dem Dämmerzustand, befreite die marode Traditionsmarke vom angestaubten Image und entwickelte das ehemalige automobile Aschenputtel mit viel Feingefühl sukzessive zu einer Prinzessin der Branche.

Heute ist die Marke mit dem Pfeil im Logo eine Perle im Konzern. Gegen den Trend legt Skoda auf allen Märkten zu, zählt global zu den am schnellsten wachsenden Herstellern und spült obendrein reichlich Geld in die Kassen der Wolfsburger. Wobei Skoda - sieht man jetzt einmal vom Heimmarkt Tschechien ab - nirgendwo erfolgreicher ist als in Österreich. Schon im Vorjahr beim Absatz nur von der Kernmarke Volkswagen übertroffen, verbuchte Skoda jetzt im Jänner einen Marktanteil von unglaublichen 13 Prozent für sich.

Sensationeller Jänner

Über die Ursache des fulminanten Höhenfluges muss man sich nicht lange den Kopf zerbrechen. Die Marke passt einfach perfekt in die Zeit. Und ist mittlerweile für viele schon der wahre Volkswagen. Manche sagen sogar, der bessere. Was man in Wolfsburg gar nicht gerne hört. Dass Skoda in regelmäßigen Abständen bei Vergleichstests Volkswagen-Modelle bügelt, stößt den Konzernstrategen sauer auf. Und dass Skoda nicht bloß das Bollwerk gegen die koreanischen Hersteller darstellt, sondern längst auch im eigenen Revier wildert, ist nicht von der Hand zu weisen.

Fakt ist, dass die Differenzierung immer schwerfällt. Seit sich zur soliden VW-Technik, dem hohen Nutzwert und dem attraktiven Preis zunehmend ein kräftiger Schuss Emotion gesellt und Skoda das Styling schärft, wird der Hersteller aus Mladá Boleslav von Kunden wahrgenommen, die bis dato Skoda nicht unbedingt auf dem Radar hatten.

Klar wie Wasser

Die Neuerfindung der Marke als Designobjekt trägt über weite Strecken die Handschrift des gebürtigen Steirers Karl Neuhold, der bei Skoda für das Exterieur verantwortlich zeichnet. Klare, schnörkellose, aber extrem scharfe Linien stehen für die zeitlose, schlichte Eleganz, die Skoda zum Erkennungszeichen erhoben hat. "Klar wie Wasser", sagt Neuhold, und fügt, die legendäre Coco Chanel zitierend, hinzu: "Wir verkaufen nicht Mode, sondern Stil. Stil bedeutet, die Persönlichkeit zu unterstreichen. Mode bedeutet Verkleidung."

Der Rapid und der neue Octavia, der dieser Tage auf die Straße kommt, zeigen, wohin die Reise der Trendmarke geht. Und Skoda erhöht die Schlagzahl. Der Deutsche Winfried Vahland, seit zwei Jahren Chef von Skoda, will künftig alle sechs Monate ein neues Modell präsentieren. Dazu hat er angekündigt, den Absatz von derzeit 939.200 Autos pro Jahr bis 2018 auf 1,5 Millionen steigern zu wollen. Es gibt keinen Grund, daran zu zweifeln.

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