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Zuletzt aktualisiert: 22.08.2012 um 15:24 UhrKommentare

Pflanzentreibstoff "Rohrkrepierer"?

Da es laut ÖVP-Finanzministerin Fekter definitiv keine Steuerzuckerl für den Agrotreibstoff E10 geben wird, könnte dieser laut ÖAMTC ein Flop werden. Die FPÖ rief zu einer "überparteilichen Allianz in Sachen Agrotreibstoff" auf - "ein Wettbewerb zwischen Teller und Tank ist mit allen Mitteln zu vermeiden".

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Nun wendet sich auch der ÖAMTC von E10 ab. Nachdem es am Dienstag aus dem Büro von Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) eine Abfuhr für eine Steuerbegünstigung für den Pflanzentreibstoff gegeben hat, warnt jetzt der Klub vor einem "Rohrkrepierer". Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung, zeigte sich in einer Aussendung "enttäuscht".

"Dass man bei E10 nun den zusätzlichen Ethanolanteil voll mit Mineralölsteuer belegen will, kann man keinem Konsumenten erklären. Unter diesen Umständen wird der Club seinen Mitgliedern vom Tanken des teureren Bio-Kraftstoffes E10 abraten", so Wiesinger. Er verweist auf das Beispiel Deutschland, wo nur 15 bis 20 Prozent der Autofahrer zum E10-Zapfhahn greifen, obwohl der biogene Kraftstoff momentan um vier Cent pro Liter günstiger angeboten wird als herkömmliches Superbenzin (E5).

Landwirtschafts- und Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) bleibt mit seiner E10-Offensive alleine: Als federführender Minister ist er auf die Zustimmung von Verkehrs-, Wirtschafts- und Gesundheitsministerium angewiesen, und da zeigt sich selbst Parteifreund Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) zurückhaltend. Berlakovich jedenfalls sieht Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) als nächste am Zug und hält am Einführungstermin heuer im Herbst fest.

Die FPÖ rief heute zu einer "überparteilichen Allianz in Sachen Agrotreibstoff" auf. FPÖ-Vizeparteiobmann Norbert Hofer: "Ein Wettbewerb zwischen Teller und Tank ist mit allen Mitteln zu vermeiden". Auch die Grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig hat sich am Mittwoch in Klagenfurt vor Journalisten gegen den Biotreibstoff E10 ausgesprochen. Österreich müsse aus dem Projekt aussteigen, so die Forderung an Berlakovic.

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