27. November 2014, 01:16 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 14.05.2012 um 16:08 UhrKommentare

Wirrwarr bei Europas Autobahnvignetten

Neben Österreich braucht man derzeit in Bulgarien, Rumänien, Slowenien, Tschechien, Ungarn und der Slowakei Autobahnvignetten. Beim Jahrespreis liegt Österreich hinter Ungarn und Slowenien.

Foto © Reuters

Sieben Länder in der EU verfügen derzeit über Autobahnvignetten. Neben Österreich sind das Bulgarien, Rumänien, die Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Belgien will in Kürze eine Vignettenregelung einführen, die Niederlande und Dänemark diskutieren ebenfalls darüber. EU-Verkehrskommissar Siim Kallas forderte am Montag in Brüssel faire und transparente Regelungen für alle und kritisierte Tendenzen, dass Staaten mit solchen Vignetten indirekt für ausländische Fahrer mehr verlangen.

Teuerste Jahresvignette in Ungarn

Bei den Vignetten gibt es kurzfristige Pickerl für sieben oder zehn Tage, mittelfristige für ein oder zwei Monate und langfristige für ein Jahr. Ungarn hat nach einer Aufstellung der Kommission die teuerste Jahresvignette mit 148,90 Euro. Dann folgt Slowenien (95 Euro), Österreich (77,80), die Slowakei (50), Bulgarien (34) und Rumänien mit 28 Euro (für Privatfahrzeuge zur Personenbeförderung - Leichte Nutzfahrzeuge zur Güterbeförderung müssen 96 Euro berappen).

Etwas schwieriger ist der Vergleich bei den mittelfristigen und kurzfristigen Vignetten, weil in den Ländern die zeitliche Dauer unterschiedlich geregelt ist. In Österreich kostet ein Pickerl für zwei Monate 23,40 Euro, in Rumänien für drei Monate 13 Euro (Güterbeförderung 36 Euro). Alle anderen Staaten haben eine 1-Monats-Vignette. Diese ist in Slowenien mit 30 Euro am teuersten, obwohl das Land über weitaus weniger Autobahnkilometer verfügt als beispielsweise Österreich oder Ungarn. In Tschechien beträgt der Preis 17,60 Euro, in Ungarn 16,60 Euro, in der Slowakei 14 Euro und in Bulgarien 13 Euro.

Kurzfristige Autobahnvignetten

Bei den kurzfristigen Autobahnvignetten muss man in Österreich für zehn Tage acht Euro bezahlen. In Tschechien müssen für den gleichen Zeitraum 12,40 Euro hingeblättert werden, in Ungarn beträgt der Preis 10,30 Euro und in der Slowakei 10 Euro. Rumänien verlangt drei Euro für sieben Jahre, in Bulgarien beträgt der Wochenpreis fünf Euro, in Slowenien stolze 15 Euro.

Nimmt man den durchschnittlichen Tagespreis, liegen die Slowenen bei der Vignette mit der kürzesten Gültigkeitsdauer mit 2,14 Euro am höchsten, gefolgt von Tschechien (1,24), Ungarn (1,03), der Slowakei (1,00), Österreich (0,80), Bulgarien (0,71) und Rumänien (0,43). Die Ungarn sind bei dem Autobahnpickerl mit der längsten Gültigkeitsdauer mit durchschnittlich 0,41 Euro täglich am teuersten.

Dann kommen Slowenien (0,26), Österreich (0,21), Tschechien (0,16), Slowakei (0,14), Bulgarien (0,09) und Rumänien (0,08).

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Fakten

  • Slowenien hatte am 1. Juli 2008 die Autobahnvignette für Pkw und Motorräder eingeführt. Daraufhin hatte Brüssel ein Vertragsprüfungsverfahren eingeleitet. Die EU-Kommission bemängelte das System mit einer Jahres- oder Halbjahresvignette als diskriminierend für ausländische Autofahrer. Europäische Urlauber dürften in Slowenien nicht bestraft werde. Auf EU-Druck hatte Slowenien per 1. Juli 2009 Kurzzeitvignetten eingeführt. Die slowenische Regierung wollte bis 2012 ein kilometerabhängiges elektronisches Mautsystem für alle Fahrzeuge einzuführen und die Autobahnvignette spätestens bis 2014 abschaffen.

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